Geschichte neu vernetzt: Feierliche Eröffnung des Geschichtsparks Balve

Was bislang einzelne Orte der Balver Geschichte waren, ist nun zu einem Zusammenschluss geworden: Mit der Eröffnung des Geschichtsparks Balve durch NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach werden Luisenhütte, das städtische Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve (MUBA), Balver Höhle und Schloss Wocklum als vernetztes Ensemble erlebbar.

Mit der feierlichen Eröffnung des Geschichtsparks Balve wird ein gewachsenes Projekt gestartet, das zentrale Orte der Stadtgeschichte nicht nur bewahrt, sondern erstmals systematisch miteinander verbindet: Luisenhütte, Museum für Vor- und Frühgeschichte (MUBA), Balver Höhle, Schloss Wocklum sowie die umliegende Kulturlandschaft sind nun als zusammenhängender Geschichtsraum erlebbar. Zur Eröffnung war neben Vertretern des Fördervereins Luisenhütte, der Stadt Balve und des Märkischen Kreises auch die NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach vor Ort.

Das Projekt basiert auf dem Heimat-Zeugnis-Vorhaben „Geschichtspark Balve. Menschen – Orte – Heimat“, das bereits 2020 initiiert und 2021 mit der Übergabe des Förderbescheids durch die Ministerin offiziell auf den Weg gebracht wurden. Insgesamt sind Fördermittel in Höhe von mehr als 1,25 Millionen Euro bereitgestellt worden. Nach einer pandemiebedingten Verzögerung konnte das Vorhaben nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Heimat wird zugänglich gemacht

Heimatministerin Ina Scharrenbach hob bei der Eröffnung die Qualität des Projektes hervor: „Der Geschichtspark Balve zeigt, wie aus engagierter kommunaler Arbeit, ehrenamtlichem Einsatz und Landesförderung ein Ort entsteht, der Geschichte nicht nur bewahrt, sondern erlebbar macht. Hier wird Heimat nicht erklärt, sondern zugänglich gemacht, für alle Generationen und mit einem modernen Blick auf unsere Wurzeln.“

Der Geschichtspark Balve umfasst ein rund vier Quadratkilometer großes Areal und verbindet zentrale kulturhistorische Orte. Dazu zählen die Balver Höhle als größte Kulturhöhle Europas, die Luisenhütte als älteste vollständig erhaltene Hochofenanlage Deutschlands, das modernisierte Museum für Vor- und Frühgeschichte (MUBA) der Stadt Balve an der Luisenhütte sowie ein neu entwickelter Themen-Wanderweg, der diese Orte mit Schloss Wocklum und weiteren historischen Punkten wie der mittelalterlichen Wallburg auf dem Balver Burgberg verknüpft. Insgesamt 18 Stationen entlang der Wege vermitteln kulturhistorische Inhalte direkt in der Landschaft: Niedrigschwellig, digital unterstützt und familienfreundlich.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Für den Förderverein Luisenhütte, der das Projekt maßgeblich mit initiiert und begleitet hat, ist die Eröffnung ein Meilenstein nach langer Entwicklungsarbeit. Jakob Graf von Landsberg-Velen, 1. Vorsitzender des Fördervereins, sagt: „Dieses Projekt ist aus vielen einzelnen Ideen gewachsen. Der Geschichtspark Balve ist kein klassisches Museumsprojekt, sondern ein Netzwerk aus Orten, das Geschichte in einen Zusammenhang bringt. Damit entsteht ein neuer Blick auf unsere Region und auf das, was sie geprägt hat und noch prägt.“ Bürgermeister Hubertus Mühling, zugleich Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, ergänzt: „Mit dem Geschichtspark machen wir unsere Geschichte sichtbarer und zugänglicher. Wir haben von Beginn an Barrierefreiheit und Familienfreundlichkeit mitgedacht. So ist ein Angebot entstanden, das Menschen verschiedener Generationen anspricht und unsere historischen Orte miteinander verbindet.“

Für Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises, ist die Zusammenarbeit der beteiligten Partner sehr gut gelaufen: „Der Geschichtspark Balve zeigt, wie erfolgreiche Zusammenarbeit über Grenzen hinweg funktionieren kann. Land, Kreis, Stadt und Vereine haben hier gemeinsam ein Projekt umgesetzt, das nicht nur einzelne Orte stärkt, sondern eine Region kulturell verbindet. Genau solche Projekte stärken unseren ländlichen Raum.“

Modernes Museum für Vor- und Frühgeschichte (MUBA)

Ein zentraler Bestandteil der Neugestaltung ist das Museum für Vor- und Frühgeschichte (MUBA), das umfassend renoviert, konzeptionell neu ausgerichtet und barrierefrei erschlossen wurde. Der barrierefreie Zugang des Museums wurde dabei mit Fördermitteln der Aktion Mensch in Höhe von 86.000 Euro mitfinanziert und ermöglicht nun allen Besucherinnen und Besuchern einen uneingeschränkten Zugang zu der Ausstellung.

Ergänzt wird es durch eine multimediale Aufwertung der Luisenhütte. Der neue Themenwanderweg wiederum verbindet die Orte nicht nur räumlich, sondern auch erzählerisch und macht Geschichte in der Landschaft erfahrbar. Auch unterstützt durch digitale Inhalte, die über QR-Codes abrufbar sind.

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