Ob Unwetter, großflächiger Stromausfall oder andere außergewöhnliche Schadenslagen: Im Ernstfall müssen alle Beteiligten schnell, abgestimmt und rechtssicher handeln können. Damit das gelingt, hat der Märkische Kreis die Hauptverwaltungsbeamten der kreisangehörigen Städte und Gemeinden zu einer Informationsveranstaltung in das Kreishaus nach Lüdenscheid eingeladen.
Durchgeführt wurde die Veranstaltung von Hanns Roesberg, Geschäftsführer des Instituts für Gefahrenabwehr (IfG). Hintergrund des wichtigen Austauschs sind personelle Veränderungen sowohl in den Rathäusern der Kommunen als auch an der Spitze der Kreisverwaltung seit der letzten Wahl. Seit dem 1. November 2025 steht Landrat Ralf Schwarzkopf dem Märkischen Kreis vor. Auch mehrere Bürgermeisterämter wurden neu besetzt.
Gerade in Krisenlagen ist es entscheidend, dass alle Verantwortlichen die gleichen Grundlagen kennen und ihre Aufgaben sowie Zuständigkeiten klar definiert sind. Ziel der Veranstaltung war deshalb, einen gemeinsamen Wissensstand im Bereich des Krisenmanagements zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen weiter zu stärken. Im Fokus standen die rechtlichen Rahmenbedingungen und organisatorischen Strukturen bei Großschadensereignissen. Dabei wurde unter anderem erläutert, welche Aufgaben der Krisenstab des Märkischen Kreises übernimmt und wie sich diese von den Zuständigkeiten der Stäbe für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) oder anderen Führungsstrukturen in den Kommunen unterscheiden. Fragen wie „Wer darf was entscheiden?“, „Wo liegen die jeweiligen Zuständigkeiten?“ und „Wie greifen die Abläufe zwischen Kreisverwaltung, Kommunen, Einsatzkräften und weiteren Akteuren ineinander?“ wurden praxisnah behandelt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der zukünftigen Zusammenarbeit. So diskutierten die Teilnehmer Möglichkeiten gemeinsamer Fortbildungen und Übungen sowie Potenziale für eine engere Kooperation bei Beschaffungen. Einheitliche Ausstattung und kompatible Systeme können im Einsatzfall dazu beitragen, Ressourcen flexibel zu nutzen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Neben den Hauptverwaltungsbeamten der kreisangehörigen Kommunen nahmen auch Landrat Ralf Schwarzkopf, Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, der Fachbereichsleiter und Krisenstabsleiter Horst Peter Hohage sowie Kreisbrandmeister Michael Kling an der Veranstaltung teil.