Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr des Märkischen Kreises hat sich mit der Entwicklung des Nahverkehrstarifs in Westfalen-Lippe befasst. Kern der Reform ist eine kundenfreundliche Neuordnung des Tarifsystems.
Künftig soll der Nahverkehr in Westfalen-Lippe auf drei sich ergänzenden Tarifkomponenten basieren: dem Deutschlandticket, dem NRW-Luftlinientarif eezy.nrw sowie dem WestfalenTarif für weitere Fahrten. Alle drei Komponenten werden grundsätzlich digital angeboten.
Der seit 2017 bestehende WestfalenTarif soll deutlich vereinfacht werden, berichtete Matthias Hehl, Geschäftsführer für die WestfalenTarif GmbH, im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr. Geplant ist eine Reduzierung von bislang zwölf auf künftig vier Preisstufen (A bis D). Frühere, regional geprägte Preisstufen sollen demnach ebenso entfallen wie Ticketvarianten mit sehr geringer Nachfrage. „Ziel ist ein übersichtliches und verständliches Angebot“, sagte Matthias Hehl. Der vorliegende Vorschlag soll Ende März 2026 im zuständigen Westfalen-Tarifausschuss beschlossen werden. Zugleich wurde im Ausschuss Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr der dringende Wunsch geäußert, die konkreten Auswirkungen der neuen Tarifstruktur anhand einer Ausarbeitung zu Routen, Tarifen und Preisgestaltungen für die Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden im Märkischen Kreis transparent darzustellen.
Positiv hervorgehoben wurde im Ausschuss der digitale Tarif eezy.nrw. Das Ticket ermöglicht eine einfache Abrechnung ohne Tarifgrenzen und hat sich insbesondere bei Gelegenheitsfahrten bewährt. Um das Angebot noch bekannter zu machen, werden die Verkehrsunternehmen ihre Marketingmaßnahmen ausweiten. Ziel ist es, eezy.nrw noch bekannter zu machen und als Alternative im Nahverkehr zu etablieren. Weitere Informationen dazu gibt es hier: https://eezy.nrw/
Regelfahrplan
Abschließend ging es unter anderem um das Ende der befristeten Maßnahmen zur Fahrplanstabilisierung im Raum Lüdenscheid. Sie waren infolge der Sperrung der Rahmedetalbrücke auf der A45 erforderlich geworden und wurden mit rund drei Millionen Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Seit dem 22. Dezember 2025 ist die A45 bei Lüdenscheid wieder durchgängig befahrbar. Der Sonderfahrplan endete zum Fahrplanwechsel am 9. Februar. Nun gilt wieder der Regelfahrplan. Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) nutzte in dem Zuge die Chance, Optimierungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Vorgaben und Zielsetzungen des Nahverkehrsplans (NVP) umzusetzen.