Junge Poetry-Slammerinnen aus Lüdenscheid siegen im Partnerkreis Elbe-Elster

Wenn sie ihre Texte vortragen, fangen Gedanken an zu kreisen und es kann emotional werden: Sechs junge Wortakrobatinnen aus dem Literaturkurs Q1 der Adolf-Reichwein-Gesamtschule aus Lüdenscheid haben beim Poetry Slam im Partnerkreis Elbe-Elster ihre Texte vorgetragen. Sie beschäftigten sich mit Themen wie Liebe in unterschiedlichen Facetten, einem politischen Statement, das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Erwartungen, Suchtgedanken und der Adaption einer antiken Geschichte. In zwei Runden konnten zwei Teilnehmerinnen aus Lüdenscheid den Poetry Slam gewinnen: Klara Petereit im ersten Durchgang und Elisabeth Schmidt im zweiten Durchgang. Ihre Texte mit einem politischen Statement und sensiblen Themen wie häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch haben in der Publikumswertung die höchste Punktzahl erreicht.

Die Vorbereitungen für die Auftritte beim Poetry-Slam in Finsterwalde liefen bereits seit Montag, 23. März. In einem intensiven Fünf-Tage-Programm wurden Texte verfasst, die Performance geübt und kreativ gearbeitet. Thematische Inspiration sammelten die Nachwuchskünstlerinnen zum Beispiel bei Stadtrundgängen im brandenburgischen Partnerkreis. Den letzten Feinschliff für die Texte und den Bühnenauftritt gab es von Marian Heuser, professioneller Poetry Slammer. Künstlerisch gearbeitet wurde auch beim Kalligraphie-Workshop, bei dem die eigenen Texte in Bildern oder mit besonderer Schrift in Sketchbooks festgehalten wurden. Um die freundschaftlichen Verbindungen weiter zu vertiefen, fand ein Besuch beim „Mint Up“-Projekt der Stadt Herzberg statt. Hier gab es Einblicke in die Jugendarbeit beispielsweise mit 3D- und Laser-Druckern und Plottern.

Isabelle Schöneborn, Partnerschaftsbeauftragte beim Märkischen Kreis, hat die Jugendlichen über die Woche begleitet. „Sprache ist ein wichtiges Mittel für das Zusammenleben von Menschen. In Verbindung mit Kreativität haben wir bei dem Poetry-Slam-Workshop Schülerinnen aus Elbe-Elster und unserem Märkischen Kreis zusammengebracht. Durch die Arbeit an und mit Worten konnten sich die Teilnehmerinnen besser kennenlernen und austauschen“, betont Isabelle Schöneborn. Ergänzend dazu fasst Ann Kathrin Modisch, begleitende Lehrkraft der Schülerinnen, zusammen: „Begegnung schreibt neue Geschichten, schafft Verbindungen und lässt die eigene Persönlichkeit wachsen.“

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