Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsdienste des Märkischen Kreises fanden sich am 26. März zu einem Netzwerktreffen im großen Sitzungssaal des Kreishausanbaus in Lüdenscheid ein. Thema waren die Fortschritte bei der Modernisierung, Digitalisierung sowie Qualitäts- und Effizienzsteigerung, die die Gesundheitsbehörde im Rahmen des „Pakts für den öffentlichen Gesundheitsdienst“ erarbeitet hat.
1,8 Millionen Euro standen dem Märkischen Kreis in den vergangenen dreieinhalb Jahren aus dem Digitalpakt von Land und Bund zur Verfügung. Nun gilt es, den einmal in Gang gesetzten Prozess weiterzuführen. Das machte auch Veronika Strotbaum vom Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA NRW) in ihrem Impulsvortrag deutlich.
In mehreren Beteiligungsformaten hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gelegenheit, sich zum Digitalisierungsprozess auszutauschen, Feedback zu geben und neue Ideen zu entwickeln. Neue digitale Tools konnten direkt ausprobiert werden.
Landrat Ralf Schwarzkopf betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung der Digitalisierung: „Wie in allen anderen Bereichen der Verwaltung wollen und müssen wir auch im Gesundheitsbereich unsere Arbeit stärker digitalisieren, um sie gut und effizient erledigen zu können. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass uns in den nächsten Jahren durch den Abgang der Boomer-Generation Fachkräfte fehlen werden.“
Andreas Lüsebrink, Fachdienstleiter Digitalisierung und IT, und Projektleiter Thomas Schmitz gaben einen Sachstandbericht über die Umsetzung des Förderprogramms und einen Ausblick auf aktuelle Projekte.
Wesentliche Meilensteine waren:
- Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie in Anlehnung an die Gesamtverwaltung
- IT-Sicherheitskonzept & Datenschutzleitlinie
- Kommunikationsplattform & Digitallotsen
- Digitale Infektionsschutzbelehrung
- Schulungsplattform
- Transkriptionstool Whisper
Aktuelle Projekte:
- Ausbau von Online-Angeboten
- Prozessmodellierung
- Pilotprojekt Videosprechstunde
„Wir haben uns gut aufgestellt“, sagte Fachbereichsleiterin Leslie Kamphuis. Sie ermutigte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu, den Tag zu nutzen, sich gegenseitig kennen zu lernen, sich über aktuelle Projekte zu informieren, sowie gemeinsam die Weichen für die Zukunft des Öffentlichen Gesundheitsdiensts zu stellen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Ramona Grieb, Laura Krüger und Vanessa Molter von PD-Berater der öffentlichen Hand GmbH.