„Es lohnt sich!“ Bis Ende Oktober echte Industriegeschichte in Balve sehen

Bevor Tiefdruckgebiet „Doreen“ am Montag den Wetterumschwung mit Regen und kühler Luft brachte, lockten frühsommerliche Temperaturen zum Saisonstart der Luisenhütte in Balve-Wocklum. Geschätzt kamen mehr als 2000 Besucherinnen und Besucher zum Museumsfest für die ganze Familie. Und das am Muttertag.

„Wer einmal hier war, merkt sofort: Das ist kein normales Museum. Hier hört, sieht und spürt man echte Industriegeschichte. Mitten im Grünen, mitten bei uns im Märkischen Kreis. Also: Bis Ende Oktober gerne vorbeikommen. Familien, Freunde und Neugier mitbringen. Es lohnt sich“, sagte Landrat Ralf Schwarzkopf zur Eröffnung.

Mit-Mach- und Bastel-Aktionen für Kinder, eine Greifvogel-Schau, unterhaltsame Musik der mobilen Band „Evas Apfel“ und kulinarische Leckerbissen lockten am Sonntag zur Luisenhütte. Die Falknerei Horus hatte ganztägig ihr Lager aufgestellt und brachte Falke, Adler, Eulen, Bussarde und Windhunde mit. Ein Hingucker war der Walking Act von Pantao: Mit Rollator begaben sich die uralte Schildkröte Gonya, ihr Urenkel Kilpie und ihr alter Freund Zirbenzapf auf Entdeckungsreise in die Welt der Menschen.

Einmal Zirkusluft schnuppern und sich als Artisten, Jongleure und Stelzenläufer versuchen? Beim Mitmach-Zirkus des Vereins „Clowns und Company“ aus Lüdenscheid konnten sich Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene austoben. Am Stand der Kreisimker konnten Kerzen aus Bienenwachs gezogen werden. Der Verein informierte über Bienen.

Wer die Luisenhütte, die Ausstellung und all das, was sich dort in den vergangenen Jahren getan hat, genauer kennen lernen wollte, war bei den offenen Führungen durch das Industriemuseum genau richtig. Sie starteten regelmäßig während des gesamten Tages. Für die kulinarische Seite war ebenfalls gesorgt: Der Schwimmverein Wasserfreunde Balve verkaufte Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Herzhafte Spezialitäten wie zum Beispiel türkische Pizza kamen vom türkisch-islamischen Verein Balve.

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