Kirsten Kling, Geschäftsführerin der „agentur mark“, hat Landrat Ralf Schwarzkopf und Fachbereichsleiterin Leslie Kamphuis die Arbeit und aktuellen Schwerpunkte im Bereich Fachkräftesicherung vorgestellt. Im Fokus des Dialogs standen zentrale Herausforderungen des regionalen Arbeitsmarktes, die wirtschaftliche Entwicklung im Kreisgebiet sowie konkrete Unterstützungsangebote für Unternehmen.
Die agentur mark in Hagen wird finanziell von der Stadt Hagen, dem Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis getragen und ist hier mit einer Vielzahl von Themen aktiv. Dazu zählt insbesondere die regionalisierte Arbeitspolitik als Schnittstelle zum Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) sowie die Umsetzung entsprechender Programme und Initiativen in der Region. Weitere Schwerpunkte sind das Kompetenzzentrum „Frau und Beruf“ mit Angeboten rund um Familienfreundlichkeit und Führung, Unterstützungsangebote zur Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie Maßnahmen zur Anwerbung und Integration internationaler Fachkräfte.
Ein wichtiger Baustein ist zudem das Mentoring-Programm zur Entwicklung von Führungskräftenachwuchs. Seit dem Start vor rund zehn Jahren haben sich bereits mehr als 100 Unternehmen aus der Region an dem Programm beteiligt. „Das Thema Fachkräftesicherung nimmt eine immer größere Bedeutung ein. Gerade in Zeiten des Wandels sind verlässliche Netzwerke und passgenaue Unterstützungsangebote für Unternehmen wichtig“, sagt Landrat Ralf Schwarzkopf.
Im Gespräch wurde außerdem hervorgehoben, dass ein Großteil der Angebote der agentur mark durch Fördermittel von Land, Bund und EU finanziert wird und daher für Unternehmen überwiegend kostenfrei ist. Ausnahmen bilden unter anderem das Mentoring-Programm sowie das Prädikat „Familienfreundliches Unternehmen“.
Ein Fokus liegt im Märkischen Keis auf dem Fachkräftemangel in der Pflege. Angesichts des demografischen Wandels sollen bestehende Ansätze wie Schulkooperationen mit Pflegeanbietern, die Unterstützung von Praxisanleitern sowie Angebote zu Führungsthemen weiter vorangetrieben werden. Landrat Ralf Schwarzkopf unterstrich dabei die Bedeutung einer stärkeren Akademisierung der Pflege, etwa durch die Perspektive eines Studienstandorts in Lüdenscheid, um die Attraktivität der Ausbildung weiter zu stärken.
Wirtschaftliche Entwicklung und Ziele
Auch die wirtschaftliche Entwicklung im Märkischen Kreis war Thema des Austauschs. Insbesondere für Unternehmen der Automobilindustrie ist es wichtig, sich perspektivisch neuen Märkten – etwa in der Medizin, in der Bahn- oder Verteidigungstechnik – zuzuwenden. Neben strategischen Entscheidungen sei dabei eine offene Kommunikation innerhalb der Unternehmen und die Beteiligung der Beschäftigten ein wichtiger Erfolgsfaktor. „Auch in der Krise ist es wichtig, ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Denn der Fachkräftemangel existiert trotz der Krise“, sagt agentur mark-Geschäftsführerin Kirsten Kling und ergänzt: „Unser Ziel ist es, Unternehmen im Märkischen Kreis praxisnah zu begleiten – sei es bei der Fachkräftesicherung, bei Transformationsprozessen oder bei der Entwicklung zukunftsfähiger Strukturen. Der enge Austausch mit dem Märkischen Kreis ist dafür eine wichtige Grundlage.“
Abschließend wurde vereinbart, einzelne Themenfelder im Rahmen gemeinsamer Unternehmensbesuche im Kreisgebiet zu vertiefen.