Transformation und Infrastruktur im Fokus: SIHK im Dialog mit dem Landrat

Im Dialog zwischen der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und Landrat Ralf Schwarzkopf standen wichtige Zukunftsfragen für den Wirtschaftsstandort Märkischer Kreis und die Region Südwestfalen im Fokus.

Im Gespräch ging es unter anderem um die Transformation der Automobilbranche sowie die Bedeutung einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur. Dazu waren SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat, die Vizepräsidenten Dr. Sarah Schniewindt und Hermann Josef Schulte sowie Geschäftsstellenleiter Claus Hegewaldt (Lüdenscheid) vor Ort im Kreishaus Lüdenscheid.

Ein zentrales Thema war die Frage, wie insbesondere für den industriell geprägten Mittelstand neue wirtschaftliche Chancen ergriffen werden können. Viele Unternehmen in der Region verfügen über ein hohes technisches Knowhow, das in neuen Feldern wie beispielsweise Gesundheit, Medizin und Sicherheit genutzt werden kann. „Unsere Unternehmen sind innovativ, flexibel und technologisch stark“, sagte Landrat Ralf Schwarzkopf und ergänzte: „Diese Stärken können auch in neuen Wertschöpfungsketten eine wichtige Rolle spielen.“

Breiten Raum nahm auch die Transformation der Automobilbranche ein, die Südwestfalen und den Märkischen Kreis besonders betrifft. Dabei machten sowohl die SIHK als auch der Landrat deutlich, dass es nicht um einen Abschied von der Automobilindustrie geht, sondern um deren Weiterentwicklung. Wichtig sei, die Branche fit für die Zukunft zu machen, vorhandene Stärken zu nutzen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und den Wirtschaftsstandort dauerhaft stark zu halten. Dr. Ralf Geruschkat, Hauptgeschäftsführer der SIHK zu Hagen, betonte: „Die Transformation ist nicht nur eine Herausforderung, sie bietet auch Chancen. Unternehmen können ihre Expertise in neue Märkte übertragen – von neuen Mobilitätslösungen bis hin zu sicherheits- oder verteidigungsnahen Produkten. Diesen Wandel wollen wir aktiv begleiten.“

Nach A45-Freigabe: Sanierung des nachgelagerten Verkehrsnetzes

Große Erleichterung herrscht nach der Freigabe der A45-Rahmedetalbrücke. Kein Zweifel: die wieder befahrbare Brücke wird von den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von der Wirtschaft und den Unternehmen als spürbare Entlastung wahrgenommen. Gleichzeitig besteht Einigkeit darüber, dass der Fokus jetzt direkt auf der Sanierung des nachgelagerten Verkehrsnetzes liegen muss. Das Landes-Sonderprogramm „Straßeninfrastruktur Südwestfalen“ spielt dabei eine zentrale Rolle. Dr. Ralf Geruschkat und Ralf Schwarzkopf: „Die Eröffnung der A45-Rahmedetalbrücke ist ein wichtiger Schritt, reicht aber alleine nicht aus. Jetzt kommt es auf eine gute Koordination der Sanierung der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen an, damit die gesamte Region verlässlich angebunden bleibt.“

SIHK und Landrat waren sich einig, dass eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Kammern und Verwaltung entscheidend ist, um Transformation, neue wirtschaftliche Chancen und eine verlässliche Infrastruktur erfolgreich miteinander zu verbinden.

×