Kreis kann Brabeckschule übernehmen

Deutliche Mehrheit im Kreistag – Aus für Standort Hemer

Pressemeldung vom 11.10.2018
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Der Märkische Kreis kann die Brabeckschule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“, mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 von der Stadt Iserlohn übernehmen. Der Kreistag machte in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit den Weg dafür frei. Lediglich drei Kreistagsabgeordnete votierten gegen den Vorschlag der Verwaltung, zwei enthielten sich der Stimme. Nach dem Trägerwechsel soll die Brabeckschule als gebundene Ganztagsschule fortgeführt werden.


 Im Rahmen der Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes für die Förderschulen im Märkischen Kreis sprachen sich die Kreistagsmitglieder damit auch gegen den Schulstandort Hemer aus. Zuvor war der Antrag der Fraktion Die Linke, die Entscheidung von der Tagesordnung zu nehmen und noch einmal im Schul- und Sportausschuss als dem zuständigen Fachausschuss zu beraten, mit noch größerer Mehrheit abgelehnt worden.


 Der Kreistagsbeschluss ist zugleich Auftrag an die Verwaltung, mit den Planungen und Vorbereitungen für die Übernahme der Trägerschaft zu beginnen. In der Sitzung wurde angedeutet, dass der Schulausschuss der Stadt Iserlohn in Kürze über die Abgabe der Trägerschaft an den Kreis entscheiden werde. Es deute sich eine klare Mehrheit dafür ab, hieß es. Zum Beschluss des Kreistages gehört auch die Festlegung auf die beiden Standorte Im Nordfeld im Iserlohner Stadtteil Letmathe sowie den Standort Mendener Straße in der Iserlohner Innenstadt. Der Standort Hemer soll aufgegeben werden.


 Die Debatte machte noch einmal deutlich, dass der Kreis sich sehr für den Fortbestand der Förderschullandschaft verdient gemacht habe. Bei der aktuellen Beschlussfassung gehe es jetzt auch darum, so die Kreispolitiker, dass Schüler und Eltern Planungssicherheit bekämen. „Was wir machen ist richtig, richtungsweisend und in die Zukunft gerichtet“, hieß es von der großen Mehrheit.

Zuletzt aktualisiert am: 11.10.2018