Sonderausstellung „Vorhang auf! Marionetten“ eröffnet

Die Geschichte des deutschen Marionettentheaters kann bei der Ausstellung "Vorhang auf! Marionetten" kennengelernt werden. Eröffnet wurde die Ausstellung von Kuratorin Dr. Agnes Zelck und Landrat Marco Voge. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Die Geschichte des deutschen Marionettentheaters kann bei der Ausstellung "Vorhang auf! Marionetten" kennengelernt werden. Eröffnet wurde die Ausstellung von Kuratorin Dr. Agnes Zelck und Landrat Marco Voge. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 02.11.2021
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Der Vorhang ist gelüftet: die Sonderausstellung „Vorhang auf! Marionetten“ ist offiziell eröffnet. Bis 6. November 2022 kann die Welt an Fäden in den Museen Burg Altena besucht werden. Am Sonntag, 31. Oktober, begrüßte Landrat Marco Voge die geladenen Gäste. „Eine schöne Ausstellung im Rahmen der Jubiläums-Ausgabe der Puppentheatertage. Bereits zum zehnten Mal richtet der Märkische Kreis diese auf der Burg Altena aus. Ein großes Kompliment an alle, die dieses tolle und abwechslungsreiche Programm für Kinder, Erwachsene und Familien auf die Beine gestellt haben.“


Organisiert wurde die Ausstellung von Dr. Agnes Zelck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen des Märkischen Kreises. Die erste Idee für die Sonderausstellung kam im Frühjahr 2016 bei einem Besuch im Partnerkreis Elbe-Elster. „Gemeinsam mit Detlef Krüger und Stephan Sensen (Fachdienst Kultur und Tourismus beim Märkischen Kreis) war ich in den dortigen Kreismuseen unterwegs, zu denen auch das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum gehört. Da war uns sehr schnell klar, dass die kleinen hölzernen Schauspieler an Fäden auch ein lohnenswertes Thema für unsere Museen wären.“ 2018 sind die ersten Planungen während der Endvorbereitung für die Ausstellung „Rauf aufs Rad!“ gestartet. Parallel hat Agnes Zelck 2020 noch die Sonderausstellung „Endlos – Drahtfotografie von Klaus Storch“ geleitet. „Jetzt freue ich mich, dass es heißt „Vorhang auf! Marionetten.“


Interessante Hintergrundinfos und Marionettenbühne Mummenschanz
Bei der Eröffnung führte Zelck in das Thema der Ausstellung ein: „Die Ursprünge des Marionettentheaters liegen im Verborgenen. Das Dunkel lichtet sich erst im 17. Jahrhundert. Wir wissen, dass es sich damals allmählich im deutschsprachigen Raum etablierte. Fahrende Schauspieltruppen fingen an, mit Marionetten aufzutreten“, so Zelck. Im weiteren Verlauf wurden die Bühnen immer bekannter. Zelck: „Ursprünglich war das Marionettentheater ein Medium für Erwachsene, auch wenn sich Kinder unter das Publikum mischen konnten. Erst um 1850 gaben die professionellen Bühnen reine Vorstellungen für Kinder“. Weiter betonte Agnes Zelck, dass „bezüglich der Stückeauswahl mittelweile alles realisierbar scheint: ob Dramen von Büchner, Brecht oder Prosatexte von Giacometti. Marionettentheater ist facettenreich“.


Passend zur Ausstellung haben die Marionettenspielerin Ute Heye und der Marionettenspieler Andreas Ermster der Lüdenscheider Marionettenbühne Mummenschanz die Feierlichkeiten begleitet. Bei einer Szene aus „Franz von Assisi“ wurden die Puppen beispielhaft zum Tanzen gebracht. Requisiten der Theaterbühne können in der Ausstellung entdeckt werden.

Delegation aus Partnerkreis Elbe-Elster dabei
Auch eine Delegation aus dem Partnerkreis Elbe-Elster war bei der Eröffnung dabei: Maja Brix, Dieter Jagode, Ralf Uschner und Bernd Woite. Die Partnerkreise sind unter anderem durch das Puppentheater verbunden. Voge: „Die erste Auflage der Altenaer Puppentage im Jahre 2012 wurde als Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Elbe-Elster und des Märkischen Kreises ins Leben gerufen. Und auch bei dieser Jubiläums-Ausstellung half unser Partnerkreis mit Leihgaben aus dem Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda, das zum Museumsverbund Elbe-Elster gehört, mit.“ Voge bedankte sich weiter bei den 13 Leihgebern, darunter Privatpersonen, Marionettentheater und Museen. „Sie alle haben dieses spannende Kulturangebot ermöglicht. Es zeigt: wir haben sehr viel zu bieten im Märkischen Kreis - und das für Jung und Alt."


Zu sehen ist die Sonderausstellung „Vorhang auf! Marionetten“ bis zum 6. November 2022 im Deutschen Drahtmuseum und auf der Burg Altena, Fritz-Thomée-Straße. Infos und Buchung von Führungen unter 02352/966-7034 oder unter museen@maerkischer-kreis.de; Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 09.30 bis 17 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag: 11 bis 18 Uhr; montags geschlossen außer an Feiertagen.


Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung „Vorhang auf! Marionetten“ kann im Museumsshop oder im Buchhandel, ISBN 978-3-928625-18-7, für 10 Euro erworben werden.

Wenn die Puppen tanzen: Eine Szene aus "Franz von Assisi" wurde von der Marionettenspielerin Ute Heye und dem Marionettenspieler Andreas Ermster der Lüdenscheider Marionettenbühne Mummenschanz aufgeführt. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Wenn die Puppen tanzen: Eine Szene aus "Franz von Assisi" wurde von der Marionettenspielerin Ute Heye und dem Marionettenspieler Andreas Ermster der Lüdenscheider Marionettenbühne Mummenschanz aufgeführt. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Einblicke, wie Marionetten hergestellt werden, gibt es an der Werkbank. Weitere Exponate sind zum Beispiel ein TV-Modell der Augsburger Puppenkiste zu "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Einblicke, wie Marionetten hergestellt werden, gibt es an der Werkbank. Weitere Exponate sind zum Beispiel ein TV-Modell der Augsburger Puppenkiste zu "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 03.11.2021