Zahlreiche Baumaßnahmen an Kreisstraßen

Pressemeldung vom 08.10.2021
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Von dem Starkregenereignis Mitte Juli war von den kreiseigenen Gebäuden vor allem das Hönne-Berufskolleg in Menden betroffen. In der Sitzung des Bau- und Straßenausschusses im Lüdenscheider Kreishaus zeigte Manfred Fischer, Leiter des Gebäudemanagements, Kreisstraßen, Bilder vom Ausmaß der Schäden, die auf mindestens 860.000 Euro geschätzt werden. Fischer erklärte, dass sich das Wasser in der Sporthalle von unten durch die Bodenplatten gedrückt hat. Der Aufbau des neuen Sportbodens erfolgt nun auf druckfesten Wärmedämmplatten, die wiederum eine Brandlast darstellen. Da die Sporthalle auch als Versammlungsstätte ausgewiesen ist, ist der Einbau einer nichtbrennbaren Dämmplatte erforderlich. Diese nichtbrennbare Dämmplatte wird voraussichtlich im November geliefert. Wird dieser Zeitplan eingehalten, könne die Kreissporthalle im Optimalfall Ende Januar wieder für die Schule und den Sport freigegeben werden. Betroffen vom Wasser waren darüber hinaus auch Beratungsräume im Berufskolleg, beispielsweise für die Schulsozialarbeit.


Weitere Unwetterschäden verzeichnete der Kreis beim Regionalen Dienst Nord, der Außenstelle des Jugendamtes in Balve. Unterhalb des Rathausplatzes war die Räumlichkeit knietief geflutet und musste entrümpelt und gesäubert werden.


Über die Folgen des Starkregenereignisses an den Kreisstraßen berichtete Carsten Glänzel, der beim Regiebetrieb Gebäudemanagement für die Kreisstraßen zuständig ist. Die Schäden an den Kreisstraßen summieren sich auf insgesamt rund drei Millionen Euro.


 K3 in Kierspe: Obwohl in der Nähe kein Gewässer ist, wurde durch den Starkregen auf rund 80 Metern der Boden weggespült. Der Fahrbahnkörper wurde ausgeschachtet und Frostschutz eingebracht, die Böschung mit entsprechenden Wasserbausteinen stabilisiert und der Fahrbahnkörper wiederhergestellt. Die Maßnahme ist abgeschlossen; die K3 wieder freigegeben.

 K12 in Balve (Bereich Gransauer Mühle): Hier hat es in Folge des Starkregenereignisses Mitte Juli einen sogenannten „Böschungsbruch“ gegeben. Die Böschung hatte keinen Halt mehr, die Fahrbahn war abgesackt. Nun ist sie ausgeschachtet und stabilisiert worden. Das passiert mit 50 x 80 Zentimeter großen Wasserbausteinen und mit „bewehrter Erde“ (Verbundkörper aus Boden und einer Bewehrung) zur Stabilisierung des Straßenunterbaus. Die Schutzplanken sollen kurzfristig kommen – dann soll die Straße wieder komplett freigegeben werden.

 K24 zwischen Nachrodt-Wiblingwerde und Hagen: Hier gab es drei punktuelle Schadstellen mit Böschungsabbrüchen. Der Unterbau ist verdichtet und Wasserbausteine eingesetzt worden, die Fahrbahnoberfläche ist wiederhergestellt. Die Straße wieder voll befahrbar.

 K32 im Stephanopeler Tal in Hemer: Hier gab es mehrere schwere Schäden. Böschungsbereiche, Stromversorgungsleitungen und Stützmauern wurden durch das Hochwasser freigespült. Bei einem Brückenbauwerk wurde das Fundament massiv unterspült. Statiker und Experten von Straßen.NRW sind aktuell in Gesprächen über die weitere Vorgehensweise. Zwei 150 Meter lange Stützmauerwerke müssen neu gebaut werden, weil sie alle zehn bis 15 Meter bis zu zwei Meter tief unterspült wurden. Ein Planungsbüro ist für die Detailplanung eingeschaltet.

Geplante Maßnahmen:

 K16 zwischen Menden und Halingen: Voraussichtlicher Baubeginn im März 2022.

 Kreisstraße 16 im Kreuzungsbereich Teichstraße in Hemer: Baubeginn voraussichtlich in der 42. Kalenderwoche. Die Bauzeit wird ca. drei bis vier Wochen dauern.

Kreisstraße 21 in Menden zwischen dem Abzweig K 21 / Auf der Kluse und dem Abzweig K 21 / Splithof wird auf einer Länge von ca. 1.400 Metern grundhaft erneuert. Die Sperrung wird voraussichtlich am Mittwoch, 13. Oktober, aufgehoben.

 Sanierung der Stützmauer an der K11 in Langenholthausen: Eine Kostenschätzung liegt bei ca. 100.000 Euro. Die Ausschreibung ist wegen Unwirtschaftlichkeit aufgehoben worden. Der Kreis wird die Maßnahme zu Beginn des Jahres 2022 neu ausschreiben.

 Stützwand an der Kreisstraße 12 in Balve (Mellener Straße): Bei der Detailplanung hat sich ergeben, dass im Zuge der Bauausführung spezielle „Unterfangungsarbeiten“ an vier Gebäuden durchgeführt werden müssen. Hierzu sind zusätzliche Voruntersuchungen erforderlich. Die Ausschreibungsunterlagen müssen entsprechend angepasst werden.

Zuletzt aktualisiert am: 08.10.2021