Schenkung an das Kreisarchiv

Bernd Löckener hat zu seiner Heimatstadt Altena rund 600 Einzelstücke gesammelt. Kreisarchivarin Dr. Christiane Todrowski freut sich über Schenkung an das Kreisarchiv. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreiststadt Altena gibt Bernd Löckener K
Bernd Löckener hat zu seiner Heimatstadt Altena rund 600 Einzelstücke gesammelt. Kreisarchivarin Dr. Christiane Todrowski freut sich über Schenkung an das Kreisarchiv. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreiststadt Altena gibt Bernd Löckener K

Pressemeldung vom 21.09.2021

„Ich muss eine besondere genetische Ausprägung fürs Jagen und Sammeln haben“, schmunzelt Bernd Löckener. Aus seiner Geburtsstadt Altena hat der pensionierte Forstamtsrat zahlreiche Erinnerungstücke zur Heimatgeschichte gesammelt, darunter viele Ansichtskarten mit Motiven aus Altena, aber auch Urkunden, Dokumente, das handschriftliche Tagebuch der Großmutter, Medaillen, Abzeichen, Wanderanstecker oder Kunstgegenstände aus den Haushalten der Großeltern und Eltern. „Ich fühle mich der Heimat verpflichtet und möchte die Erinnerung wachhalten“, erklärt Löckener, der berufsbedingt vor Jahren nach Münster zog.
Auf der Suche nach einem Ort, wo die zeitgeschichtlichen Sammlerstücke gewürdigt und der Nachwelt nicht nur erhalten, sondern auch zugänglich gemacht werden, wandte er sich an das Kreisarchiv in Altena. Rund 600 Einzelstücke hat Dr. Christiane Todrowski, Leiterin des Kreisarchivs, gezählt. Sie ist begeistert von der Schenkung. Die zum Teil aufwendig gezeichneten Postkartenmotive seit 1895 sowie Fotos werden digitalisiert und in die Bilddatenbank des Kreisarchivs eingepflegt. Besonders angetan haben es der Kreisarchivarin die jahrzehntealten Wanderkäppies, an die Schulkinder kleine Andenkenfiguren aus Bakelit von verschiedenen Ausflugszielen geheftet hatten.
Gern erzählt der 79-jährige Förster Bernd Löckener auch die Geschichte der Silberschale mit Jugendstilverzierungen und dem Motiv „Badende Kinder“, die seine Großeltern um 1915 aus Silbermünzen bei einem Altenaer Goldschmied in Auftrag gegeben haben. Die Sammlung in Altena ist vergleichsweise überschaubar. Ein Großteil seiner Themensammlungen unter anderem zu Puppentheater, Märchen, Weihnachten, aber auch zu NS-Verfolgung und Völkermord, Annette von Droste-Hülshoff und Ostpreußen hat er bereits an verschiedene Museen im Münsterland verschenkt. Ihm ist es wichtig, dass sie für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben und für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung stehen.

Zuletzt aktualisiert am: 21.09.2021