„Großeinsatzlage“ im Märkischen Kreis

Pressemeldung vom 14.07.2021
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Das Unwettertief „Bernd“ hat den Märkischen Kreis mit voller Wucht getroffen. Ergiebige Starkregenfälle sorgen kreisweit überflutete Straßen und Häuser, Erdrutsche, überschwemmte Industriegebiete und vollgelaufene Keller. Um 14.15 Uhr ist eine „Großeinsatzlage“ ausgerufen worden. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Michael Kling werden sämtliche Einsätze koordiniert und geleitet. Für den Märkischen Kreis wurde Kreisalarm ausgerufen für alle Einsatzkräfte und starke überörtliche Kräfte angefordert, die zum Teil schon im Einsatz sind.

Am schwersten betroffen ist Altena, das am Mittwochnachmittag mit dem Auto nicht mehr erreichbar war. Alle Zufahrtswege sind gesperrt. Aktuell werden etwa 100 Personen evakuiert. Aufgrund mehrerer Geröllabgänge sind unter anderem schwere Räumfahrzeuge im Einsatz. Auch in Balve gefährden Überschwemmungen die Menschen und eine Evakuierung von ca. 50 Personen läuft.

Zudem sind Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl und Neuenrade von Überschwemmungen betroffen. Das Schloss Neuenhof in Lüdenscheid und das Gewerbegebiet Dresel in Werdohl sind überflutet. Überflutete Straßen und Häuser werden aus nahezu allen Städten und Gemeinden des Kreises gemeldet.

Alle Feuerwehren im Märkischen Kreis sind im Vollalarm. Zurzeit (Stand: 20 Uhr) gibt es etwa 200 Einsätze im Kreisgebiet. Vollgesperrt sind unter anderem die B236 im Bereich Ütterlingsen und die B229 in der Helle (Stadt Balve). In Neuenrade geht der Fluss Hönne über die Schutzdämme.

Dringender Appell: Bürgerinnen und Bürger wird dringend geraten, überschwemmte Bereiche unbedingt zu meiden. Menschen sollen nicht in überflutete Gärten gehen, sondern zu Hause bleiben und sich in obere Stockwerke retten. Es besteht sonst Lebensgefahr! Auch Straßensperren sollten auf keinen Fall umgangen werden. In Notlagen direkt den Notruf 112 rufen.

Zuletzt aktualisiert am: 14.07.2021