Schul- und Sportausschuss verabschiedet neues Integrationskonzept

Einstimmiges Votum für gemeinsamen Antrag von CDU und SPD

Im Berufskolleg des Märkischen Kreises an der Hansaallee in Iserlohn tagte der Schul- und Sportausschuss des Kreises. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis
Im Berufskolleg des Märkischen Kreises an der Hansaallee in Iserlohn tagte der Schul- und Sportausschuss des Kreises. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 04.06.2021
|

Unter Vorsitz von Peter Maywald tagte der Schul- und Sportausschuss des Märkischen Kreises im Forum des kreiseigenen Berufskollegs in Iserlohn. Mit großer Mehrheit verabschiedete der Ausschuss das neue Integrationskonzept für den Märkischen Kreis. Es trägt der geplanten Neufassung des Landesgesetzes zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen Rechnung. Sie soll zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Die Novelle sieht unter anderem eine dauerhafte finanzielle Absicherung und Verankerung der Kommunalen Integrationszentren in NRW und des in diesem Jahr neu zu bildenden Kommunalen Integrationsmanagements vor.
Das Kommunale Integrationszentrum des Märkischen Kreises unterscheidet in seinem Konzept vier Handlungsfelder. Im Handlungsfeld „Vielfalt und Akzeptanz“ geht es um Maßnahmen, die den kulturellen Austausch fördern. Interkulturelle Begegnungs- und Informationsangebote sollen das persönliche Kennenlernen und die Wertschätzung der verschiedenen kulturellen Hintergründe anstoßen. Wenn es um gesellschaftliche Teilhabe und Teilhabe am Arbeitsmarkt geht, kommt dem Handlungsfeld „Bildung und Sprache“ eine zentrale Rolle zu. Unter dem Handlungsfeld „Gesellschaftliche Teilhabe“ wird der Zugang aller Bürgerinnen und Bürger zu Gestaltungs- und Beteiligungsprozessen des sozialen, kulturellen und politischen Gemeinwesens verstanden. Der Märkische Kreis unterstützt dabei Freizeit- und Kulturangebote für alle Altersgruppen und fördert ehrenamtliches Engagement. Im Handlungsfeld „Arbeitsmarkt“ geht es darum, Zugewanderten unterschiedlichen Alters eine Anschlussperspektive zu eröffnen. Diese soll unter anderem den Zugang zu einer (schulischen) Ausbildung, einer Arbeit oder zu einem Studium ermöglichen.
Nachdem bereits der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am 27. Mai einstimmig für den Antrag der Kreistagsfraktionen von CDU und SPD „Kinder und Jugendliche stärken – Coronafolgen bekämpfen“ votiert hatte, stimmte nun auch der Schul- und Sportausschuss geschlossen für den Antrag. Die Zustimmung des Kreistags vorbehalten, soll die Kreisverwaltung im Rahmen ihrer Zuständigkeit „durch die Corona-Pandemie entstandene besondere Problemlagen, Herausforderungen und Ansätze zur Bekämpfung der spezifischen Folgen der Corona-Pandemie bei Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Kommunen“ ermitteln. Sobald das Aktionsprogramm der Bunderegierung „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ konkrete Züge annimmt, soll gewährleistet sein, dass für die festgestellten Problemfelder passgenaue Maßnahmen entwickelt werden. Die Verwaltung soll zeitnah in den Fachausschüssen berichten. Als mögliche Folgen der Pandemie befürchten die antragstellenden Fraktionen mögliche Lerndefizite, Entwicklungsverzögerungen sowie körperliche und/oder psychische Erkrankungen. Das Aktionsprogramm der Bundesregierung stellt Fördermittel für den Abbau von Lernrückständen sowie für die Förderung frühkindlicher Bildung, für Freizeit-, Ferien- und Sportaktivitäten sowie für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule in Aussicht.

Zuletzt aktualisiert am: 04.06.2021