Raus in die Natur: FÖJ-lerin des Märkischen Kreises auf Hof Woeste

Praktika ergänzen Arbeit in der Verwaltung

Zwischen Pflanzen säen und ernten oder handwerklich mitarbeiten: zwei Wochen in der Gemüsegärtnerei von Hof Woeste waren für Luna Vera Steinbusch, FÖJ-lerin beim Märkischen Kreis, ein Abenteuer. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Zwischen Pflanzen säen und ernten oder handwerklich mitarbeiten: zwei Wochen in der Gemüsegärtnerei von Hof Woeste waren für Luna Vera Steinbusch, FÖJ-lerin beim Märkischen Kreis, ein Abenteuer. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 21.05.2021
|

Ökologische Landwirtschaft hautnah in der eigenen Region erleben – das hat für Luna Vera Steinbusch auf Hof Woeste zum Alltag gehört. Die FÖJ-lerin des Märkischen Kreises war für zwei Wochen auf dem Biohof in Lüdenscheid. Dritte Praktikumsstation ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) im Fachdienst Natur- und Umweltschutz des Kreises war die Hofgärtnerei:
„Am ersten Tag konnte ich sofort mitgärtnern: da habe ich Minze und Fenchel gepflanzt. Das war ein spannender Start in mein Praktikum“ erzählt Luna. Ihr Arbeitstag ging um acht Uhr los. „Mit Gummistiefeln, regenfester Jacke und Hose war ich den ganzen Tag in den Feldern“. Weitere Ausstattung: Spaten, Schaufel, Drahthacke und Schubkarre oder Handschuhe. Abwechslungsreich waren auch Luna‘s Aufgaben: „Samen säen, Setzlinge einpflanzen, Beete angelegen und abmessen oder das Beet mit Kompost für die Nutzung vorbereiten – ich konnte überall mitarbeiten“.
Ernten und nutzen, was gesät wird
Ein Highlight für Luna: bei der allerersten Ernte in der neuen Gemüsegärtnerei mithelfen. „An dem Tag hat es geregnet, gestürmt und war kalt. Ein richtiger Gegensatz zu unserer Freude auf die erste Ernte: Asia Salat, Stielmus, Spinat, Postelein und Kerbel“, blickt Luna begeistert zurück.
Oft wurde die Ernte beim gemeinschaftlichen Mittagessen probiert. „Bei uns gilt: Was auf unserem Hof gesät und geerntet wird, wird auch verkocht und gegessen. Die kurzen Wege zwischen unserem Hof und den Nutzflächen machen das möglich“ betont Marie Woeste, die zusammen mit Lewis Zierke auf einem Teil der elterlichen Fläche ihren eigenen Betrieb gründeten. Ihr Konzept: eine regenerative Landwirtschaft. Woeste: „Wir verzichten vollständig auf konventionelle Spritz- und Düngemittel und entscheiden uns für robuste Sorten und samenfestes Saatgut“.
Gärtnern und handwerklich arbeiten
Auch handwerklich konnte Luna auf dem Biohof mitarbeiten. „Das ging zum Beispiel bei den Gewächshäusern. Die waren noch neu und hatten noch keine Schiebetüren zum Schutz der Pflanzen“ erzählt Luna und ergänzt: „Die Verkleidung konnte ich mitbauen. Das hat mich abschließend auch handwerklich weitergebracht“.
Das Fazit nach zwei Wochen: „Ich interessiere mich noch mehr für ökologische Landwirtschaft und das, was für ein nachhaltiges Leben wichtig ist. Zeitgleich frage ich mich: Was kann ich tun, um hier in unserer Region einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten?“ - Fragen, die Luna mitnimmt zu den nächsten Projekten: die Genussmühle in Halver und der Unverpackt-Laden in Kierspe vom 25. bis 28. Mai.
Hintergrund: Der Märkische Kreis bietet im Fachdienst Natur und Umweltschutz seit 2019 das Freiwillige Ökologische Jahr in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe zum Thema Klimaschutz an. Handlungsfelder sind unter anderem Mobilität, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Bildung und Öffentlichkeitsinformation. Darüber hinaus soll die Wissensvermittlung zu Themen wie Gewässerüberwachung oder Eingriffsregelung im Naturschutz nicht zu kurz kommen. Neben der Arbeit in der Verwaltung gehören auch Seminare zu ökologischen Themen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Projektpraktika dazu.

Alles vorbereitet für die Jungpflanzen: Luna bringt die Setzlinge von rotem Basilikum zum gedüngten Feld. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Alles vorbereitet für die Jungpflanzen: Luna bringt die Setzlinge von rotem Basilikum zum gedüngten Feld. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 21.05.2021