Corona: Pandemiebedinge Abfälle richtig entsorgen

Restmüll als sicherer Entsorgungsweg für private Haushalte

Richtiger Umgang mit pandemiebedingten Abfällen in privaten Haushalten: Masken, Selbsttests und Handschuhe im Restmüll entsorgen. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis
Richtiger Umgang mit pandemiebedingten Abfällen in privaten Haushalten: Masken, Selbsttests und Handschuhe im Restmüll entsorgen. Foto: Hannah Heyn/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 05.05.2021

Masken, Handschuhe und Selbsttests – pandemiebedingt fallen diese Artikel in privaten Haushalten als Abfall an. Doch wie werden die gebrauchten Artikel ordnungsgemäß entsorgt?


Entsorgung von Masken und Handschuhen


„Der einzig richtige Weg: Masken und Handschuhe gehören in den Restmüll“, stellt Dr. Johannes Osing, Leiter der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde des Märkischen Kreises, klar. Grund: Restmüllabfälle kommen nach der Entsorgung auf direktem Weg in das Müllheizkraftwerk Iserlohn. „Hier werden die Abfälle bei knapp 800 Grad Celsius verbrannt. Durch die hohen Temperaturen werden Bakterien und Viren unschädlich gemacht.“ erklärt Dr. Osing.


Entsorgung von Selbsttests


Auch Selbsttests von Privatpersonen gehören in den Restmüll. Dazu die Bund-/Länderempfehlung zu aktuellen Fragen der Abfallentsorgung (Stand: März 2021) des Umweltbundesamtes (UBA): „Die dort anfallenden Abfälle können bei sinngemäßer Anwendung der obigen Empfehlungen über den Restmüll entsorgt werden, d.h. sie sollen in einem stabilen, fest verschlossenen Müllbeutel in die Restmülltonne gegeben werden“.


Nicht in die gelbe Tonne


Wichtig: Selbsttests, Masken und Handschuhe gehören nicht in die gelbe Tonne. „Das sind keine Verpackungsabfälle. Dazu gehören nur Plastik, Aluminium und Blech, wie der Joghurtbecher oder Konservendosen“, so Dr. Johannes Osing.


Verpackungsabfälle werden in der Sortieranlage in Iserlohn-Sümmern verarbeitet. „Hier werden die Abfälle maschinell und händisch sortiert und recycelt. Mit jeder falschen Entsorgung werden die Mitarbeitenden einem gefahrenpotenzial ausgesetzt.“ Deshalb: Zum Schutz der Mitarbeitenden die Hygieneabfälle niemals in der gelben Tonne entsorgen.


Abfälle von Verdachtsfällen von COVID-19 oder infizierten Personen
Für Haushalte, in denen ein COVID-19 Infektionsverdacht oder ein bestätigter Fall durch das Kreisgesundheitsamt vorliegt, rät Dr. Osing: „Die Artikel nochmal zusätzlich in stich- und reißfeste sowie verschlossene Behälter verpacken. Also den Selbsttest zum Beispiel in einen zusätzlichen Müllbeutel legen, zuknoten und entsorgen“. Dadurch werden potenzielle Gefahren für Mitbewohner, Nachbarn, Hausmeister oder die Mitarbeitenden der Abfallentsorgung verringert und diese geschützt. Fazit: „Wer die Abfälle in stich- und reißfesten Behältnissen verpackt und im Restmüll entsorgt, ist auf der sicheren und richtigen Seite“ so Dr. Osing.


Fallen während der Quarantäne Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe an, dürfen diese nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Hier empfiehlt Dr. Johannes Osing: „Zuerst die Artikel Zuhause sammeln und ordnungsgemäß sortieren. Wenn die Quarantäne vom Kreisgesundheitsamt beendet ist, den Abfall zu den vorgesehenen Sammelstellen bringen“.


Weitere Infos unter www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/dokumente/hinweise_zur_entsorgung_von_abfaellen_aus_massnahmen_zur_eindaemmung_von_covid_stand_16.3.21.pdf 


Hintergrund: Der Märkische Kreis ist nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und dem Landesabfallgesetz als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger zur Abfallberatung verpflichtet. Weitere Informationen zur sachgerechten Entsorgung von Abfällen gibt es im Abfall-ABC unter www.maerkischer-kreis.de/buergerinfo/broschueren/fb4/Abfall-ABC-2018.pdf.

Zuletzt aktualisiert am: 05.05.2021