Plakate werben für digitale Pflegeberatung

Landrat Marco Voge (mitte),  Stefan Janning, Prokurist der MVG (links), und Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz präsentieren die Plakate zum neuen Service der Pflegeberatung. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Landrat Marco Voge (mitte), Stefan Janning, Prokurist der MVG (links), und Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz präsentieren die Plakate zum neuen Service der Pflegeberatung. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 29.04.2021
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In 50 Bussen der MVG werden die Fahrgäste ab Mai von den Pflegeberaterinnen des Märkischen Kreises angelächelt. „Mit dieser Plakataktion wollen wir auf unseren neuen digitalen Service hinweisen. Das ist eine tolle Möglichkeit, Beratung unkompliziert in Anspruch zu nehmen“ erklärt Landrat Marco Voge. „Mit diesem Projekt sind wir Vorreiter. Die Videoberatung per Tablet, Smartphone oder PC ist das erste digitale Angebot der Pflegeberatung im Rahmen der neuen der Kooperation zwischen dem Märkischen Kreis, dem Kreis Soest, der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS) im Märkischen Kreis sowie der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen.“ Stefan Janning, Bereichsleiter Angebot und Prokurist der MVG freut sich darüber, dass der Kreis die Plakatflächen in den MVG-Bussen nutzt, um das Projekt kreisweit publik zu machen.
Die Pflegeberatung ist dafür bekannt, dass sie in persönlichen Gesprächen mit Senioren und Angehörigen maßgeschneiderte Lösungen für die häusliche Pflege erarbeitet und bei der Antragstellung unterstützt. Dafür bietet die Pflegeberatung normalerweise wohnortnahe Sprechstunden und gegebenenfalls sogar Hausbesuche an – alles unabhängig und kostenfrei. Im Lockdown ging das natürlich nicht. Es blieb nur der Kontakt per Telefon (02352 966-7777) oder E-Mail (pflegeberatung@maerkischer-kreis.de). Seit Mitte März bietet der Kreis auch Videoanrufe über Tablet, PC oder Smartphone an. „Sie ermöglichen eine Gesprächssituation von Angesicht zu Angesicht. Gerade bei sehr sensiblen Themen, ist es dann leichter eine vertrauensvolle Atmosphäre aufzubauen“, weiß Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz des Kreises. Weiterer Vorteil des Videogesprächs: Es können sich mehrere Angehörige an dem Gespräch beteiligen. Dafür brauchen sie nicht mal am gleichen Ort zu sein. Das ist besonders für Angehörige interessant, die beruflich stark eingebunden sind oder sonst weite Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen. Einen Termin für den Videoanruf einer Pflegeberaterin zu vereinbaren, ist ganz einfach über den QR-Code auf dem Plakat möglich. Er führt direkt auf das entsprechende Formular.
Bei der Terminvergabe sind die Pflegeberaterinnen wesentlich flexibler als bei den Sprechstunden vor Ort. Unter dem Stichwort „Digitale Pflegeberatung“ ist das Kontaktformular auch auf der Homepage des Märkischen Kreises leicht zu finden (www.maerkischer-kreis.de/buergerinfo/infoseiten/soziales/pflegeberatung.php). Nach Eingang des Formulars, auf dem auch der Wohnort und das Anliegen vermerkt sein sollte, meldet sich eine Beraterin und vereinbart einen Termin. Die Zugangsdaten werden danach an die Teilnehmer versendet.


Zum Hintergrund:
Die digitale Pflegeberatung ist ein Kooperationsprojekt des Märkischen Kreises, des Kreises Soest, der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS) im Märkischen Kreis sowie der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen. Ziel ist die Entwicklung und Etablierung einer digital unterstützten und vernetzten Pflegeberatung. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in Höhe von 360.000 Euro.
Seit der Förderzusage im September 2020 hat der Märkische Kreis bereits wichtige Schritte hin zur digitalen Beratung von pflegenden Angehörigen eingeleitet. In enger Abstimmung mit dem Team der Pflegeberatung sowie der Informationstechnik des Kreises Soest sind die technischen Voraussetzungen geschaffen und inhaltliche Schwerpunkte – wie zum Beispiel Video- und Chatberatungen – festgelegt worden. „Im Verlauf des Jahres werden wir darüber hinaus verstärkt an der gemeinsamen Einbindung von Krankenhäusern und Pflegedienstleistern im Kreisgebiet arbeiten. Ganz im Sinne einer sektorenübergreifenden, digitalen Kommunikation“, berichtet Landrat Marco Voge.


 

Zuletzt aktualisiert am: 29.04.2021