Neuer Service der Ausländerbehörde

Passfoto, Fingerabdrücke und Unterschrift am Speed Capture Kiosk

Stellten ihr Gemeinschaftsprojekt, den Selbstbedienungsterminal für biometrische Fotos vor: von links Fachdienstleiter Bildung und Integration, Michael Czech, Kai Budde, Leiter der Ausländerbehörde und sein Mitarbeiter Tobias Lirsch. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.o
Stellten ihr Gemeinschaftsprojekt, den Selbstbedienungsterminal für biometrische Fotos vor: von links Fachdienstleiter Bildung und Integration, Michael Czech, Kai Budde, Leiter der Ausländerbehörde und sein Mitarbeiter Tobias Lirsch. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.o

Pressemeldung vom 19.04.2021
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Zeit und Geld sparen können jetzt Kunden der Ausländerbehörde des Märkischen Kreises. An zwei Selbstbedienungsterminals, sogenannten Speed Capture Kiosken, können sie unmittelbar vor Antragstellung ihr biometrisches Passfoto selbst erstellen und gleichzeitig noch Unterschrift und Fingerabdruck einscannen. „Dank Fördermitteln der Integrationspauschale des Landes Nordrhein-Westfalen können wir den Service sogar kostenlos anbieten“, bedankt sich Kai Budde, Leiter der Ausländerbehörde, bei Fachdienstleiter Bildung und Integration, Michael Czech, für die finanzielle Unterstützung.
Mit den Selbstbedienungsterminals entfällt die zeitintensive Erfassung der verschiedenen Biometrie-Daten für Aufenthaltstitel und Duldungen beim zuständigen Sachbearbeiter. Die Antragsteller brauchen keine eigenen Fotos mehr mitbringen. „Oft mussten wir die Antragsteller wieder wegschicken, weil die Fotos zu alt waren oder nicht den biometrischen Erfordernissen entsprach“, erzählt Budde. Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Tobias Lirsch von der Ausländerbehörde erklärt, wie das Gerät funktioniert: „Der Nutzer steht während der Datenerfassung vor dem Terminal der Speed Capture Station. Das Gerät stellt sich automatisch auf die Körpergröße ein, sodass das Terminal auch problemlos von Kindern und Rollstuhlfahrern genutzt werden kann“, sagte er. Für die Bedienungsanleitung lassen sich sechs verschiedene Sprachen auswählen. Einfache, visualisierte Bildhinweise führen durch den Erfassungsprozess. Dieser beginnt mit der Aufnahme des Fotos, danach werden die Fingerabdrücke erfasst. Mit der eigenhändigen Unterschrift wird der Vorgang abgeschlossen. „Die Station prüft sofort die Qualität der Daten. Werden die Qualitätsanforderungen zum Beispiel beim biometrischen Passbild nicht erfüllt, wird der jeweilige Erfassungsschritt wiederholt, erklärt Lirsch“ Das Passbild wird nicht mehr ausgedruckt, sondern direkt digital in den Antrag übernommen. Passfotos mitnehmen, kann der Kunde also nicht.
Der gesamte Vorgang dauert wenige Minuten und erfolgt zunächst anonymisiert. Erst mit der direkten Antragstellung beim Sachbearbeiter werden die von der Speed Capture Station erfassten Daten mit den persönlichen Daten des Antragstellers verknüpft“, erläutert Kai Budde. Der Fingerabdruck wird sicherheitshalber noch einmal vom Sachbearbeiter überprüft. Alle Datenübertragungen erfolgen verschlüsselt. „Diese neue Anschaffung ist für beide Seiten eine Verbesserung und Erleichterung bei der Abwicklung von Anträgen“, stellt Kai Budde fest, „die Datensätze werden nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht und bleiben ausschließlich in der Ausländerbehörde.“
„Wir haben unsere Ausländerbehörde bei diesem Vorhaben gerne unterstützt und freuen uns, die gute Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Fachdiensten mit der Einführung eines Kommunalen Integrationsmanagements noch in diesem Jahr zu intensivieren“, so Michael Czech.

Tobias Lirsch zeigt die bedienerfreundliche Anwendung des Speed Capture Kiosks. Das Programm führt die Nutzer in sechs Sprachen durch die Anwendung. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Tobias Lirsch zeigt die bedienerfreundliche Anwendung des Speed Capture Kiosks. Das Programm führt die Nutzer in sechs Sprachen durch die Anwendung. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2021