42 Jahre im Dienst von Schule und Schülern

Schulamtsdirektor Winfried Becker geht in den Ruhestand

Thomas Müller von der Bezirksregierung (links) und Landrat Marco Voge (rechts) überreichten die Urkunde zum Ruhestand. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Thomas Müller von der Bezirksregierung (links) und Landrat Marco Voge (rechts) überreichten die Urkunde zum Ruhestand. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 25.03.2021
| Der blickte dabei durchaus zufrieden zurück: „Ich bin in einem Beruf gelandet, den ich mir immer gewünscht habe“, so der 65-Jährige. „Sie haben immer aus Sicht der Schülerinnen und Schüler gedacht und gehandelt“, lobte Landrat Marco Voge. Er habe Winfried Becker in der kurzen Zeit der beruflichen Zusammenarbeit sehr schätzen gelernt. Acht Jahre lang war der verheiratete Vater von zwei Kindern als Schulamtsdirektor tätig. Davor war der gebürtige Mescheder unter anderem 21 Jahre lang Schulleiter der Hauptschule Stadtpark in Lüdenscheid.

Der Schulform Hauptschule habe sich Winfried Becker immer in besonderer Weise verpflichtet gefühlt, stellte Thomas Müller von der Bezirksregierung Arnsberg bei der kleinen Verabschiedungsfeier, die völlig im Stillen von den Kolleginnen und Kollegen organisiert worden war, heraus. „Die Probleme mit den Schulen dialogisch und auf Augenhöhe gemeinsam zu lösen war mir immer wichtig“, erklärte Winfried Becker. Das Schwerste in den vergangenen Jahren sei es gewesen, das Aus für einige Hauptschulen mit ansehen und abwickeln zu müssen.

Als Sprecher des schulfachlichen Dienstbereiches hatte der 65-Jährige zahlreiche Aufgaben. Unter anderem die schulfachliche Aufsicht über die Hauptschulen, für den Bereich sonderpädagogischer Förderbedarf im Hauptschulbereich, er war Ansprechpartner für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“, die Schulsozialarbeit sowie die Integration und Inklusion bei der Zusammenarbeit mit den Berufskollegs beim Übergang in den Beruf.

Iris Beckmann-Klatt, Fachbereichsleiterin Jugend und Bildung beim Kreis, hob deshalb auch Beckers Engagement für das Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ besonders hervor. Schulamtsdirektorin Christa Sacher legte ihrem Kollegen nahe, als Rentner auf dem Computer die Tasten ALT und ENTFERNEN tunlichst nicht zu drücken. Das war der Zeitpunkt für Becker, seinerseits Danke zu sagen: „Man ist nur dann etwas, wenn man in einem guten Team arbeitet.“ Das habe er als Schulleiter an der GH Stadtpark und jetzt vor allem beim Märkischen Kreis vorgefunden. Der Kreis sei bei der schulischen und beruflichen Bildung gut aufgestellt. „An Bewährtem festhalten, aber auch dem Neuen gegenüber offen sein“, darum gehe es.

Wer Fachlichkeit, Sachlichkeit und Homor verbinde, sorge für ein gutes berufliches Klima und Umfeld. Dafür hat Winfried Becker immer gesorgt. In seinem Ruhestand bleibe jetzt mehr Zeit für die Familie, vor allem die beiden Enkelkinder, den geliebten Sport und ein Buchprojekt zum Thema Kuriositäten aus dem Schulleben.

Mit bildlichen Erinnerungen an seine Dienstzeit verabschiedeten sich die Kolleginnen und Kollegen von Winfried Becker. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Mit bildlichen Erinnerungen an seine Dienstzeit verabschiedeten sich die Kolleginnen und Kollegen von Winfried Becker. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 25.03.2021