2.000 Überstunden wegen Coronapandemie

Digitalausschuss hört Bericht des IT-Fachdienstes

Auch die Arbeitsplätze der Bundeswehrsoldaten in der kreiseigenen Jugendbildungsstätte Lüdenscheid mussten mit Technik ausgestattet werden. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis
Auch die Arbeitsplätze der Bundeswehrsoldaten in der kreiseigenen Jugendbildungsstätte Lüdenscheid mussten mit Technik ausgestattet werden. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 04.03.2021
| Rund 2.000 Überstunden hätten seine Kolleginnen und Kollegen seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres angehäuft, erfuhren die Mitglieder im neuen Ausschuss für Digitalisierung und E-Government in ihrer jüngsten Sitzung von Fachdienstleiter Andreas Lüsebrink. Unter anderem seien in der Kreisverwaltung 100 zusätzliche, vollwertige Arbeitsplätz geschaffen worden, es sei Technik für 375 weitere Home-Office-Arbeitsplätze angeschafft und eingerichtet worden, so dass jetzt 750 Kreisbedienstete von zu Hause arbeiten können.

Der technische Support für das Impfzentrum in Lüdenscheid sowie die Abstrichstellen in Iserlohn und Lüdenscheid, für die Beschäftigten im Gesundheitsamt sowie den übrigen Außenstellen, der Ausbau der Telefonservice-Plätze, die Einrichtung der Hotline- und Infotelefone, die Digitalisierung der Schulen waren weitere Aufgabenschwerpunkte. Um das alles zu ermöglichen, mussten neue Laptops, Computer, Drucker, Software und Telefone angeschafft werden. Lüsebrink: „Wir haben das zügig auf den Weg gebracht und waren deshalb bei den Lieferanten ganz vorne.“

Vor technischen Herausforderungen wurde die IT-Abteilung auch dadurch gestellt, dass frühzeitig ein Krisenstab bei der Verwaltung einberufen worden war. Es galt übergreifende PC-Laufwerke zu installieren, den Datenaustausch der Mitglieder untereinander zu sichern, die Zugriffsmöglichkeit auf die internen Datenbanken von überall zu ermöglichen und für die Datensicherheit zu sorgen, den Internet-Auftritt des Kreises auf Corona bedingte Anforderungen anzupassen. Vorteil für den Kreis war, so Lüsebrink, dass die IT-Ausstattung bereits vor Beginn der Corona-Pandemie gut war.

Bei allem dürfe aber auch der Schutz der Mitarbeiter nicht vergessen werden. Dies sei unter anderem durch einen Zwei-Schicht-Betrieb gewährleistet worden. „Während die eine Hälfte von zu Hause gearbeitet hat, war die andere im Büro“, so Lüsebrink. Und es gebe auch Kolleginnen und Kollegen, die selber einer Risikogruppe angehören. Denen gegenüber gebe es eine weitgehende Fürsorgepflicht. Insgesamt sei er stolz auf seine Truppe, erklärte der Fachdienstleiter.

Das sahen auch Landrat Marco Voge, selbst gelernter Informatiker, und alle Mitglieder des Ausschusses für Digitalisierung und E-Government so.

Zuletzt aktualisiert am: 04.03.2021