Professionelle Unterstützung

Auf dem Bild (von links): Lothar Buddinger (Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie), Volker Schmidt (Fachbereichsleiter für Gesundheit), Sozialarbeiterin Agnes Stachowiak und Landrat Marco Voge. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis
Auf dem Bild (von links): Lothar Buddinger (Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie), Volker Schmidt (Fachbereichsleiter für Gesundheit), Sozialarbeiterin Agnes Stachowiak und Landrat Marco Voge. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 17.02.2021
|

„Sie sind für Menschen da, die unter seelischen Belastungen leiden, psychisch krank sind oder sich in einer Lebenskrise befinden. Sie helfen Menschen, die sich nicht mehr anders zu helfen wissen und die auf eine professionelle Unterstützung angewiesen sind. Das ist eine unschätzbar wichtige Arbeit vor Ort“, sagte Landrat Marco Voge. Gemeinsam mit Volker Schmidt, Fachbereichsleiter für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, nahm er sich die Zeit, um die neuen Räume in Augenschein zu nehmen und mit den Mitarbeiterinnen sowie Fachdienstleiter Lothar Buddinger ins Gespräch zu kommen. Neben dem Sozialpsychiatrischen Dienst und der Betreuungsstelle ist auch der Kinder- und Jugendärztliche Dienst von der Brückstraße zum Hönne-Berufskolleg umgezogen.


Auf zwei Etagen sind die Fachdienste Sozialpsychiatrischer Dienst / Betreuungsstelle sowie Kinder- und Jugendärztlicher Dienst jetzt untergebracht. Knapp 335 Quadratmeter Fläche und sieben Büroräume umfasst die Ebene des sozialpsychiatrischen Dienstes sowie der Betreuungsstelle, zwei Behandlungs- und fünf Büroräume hat die Ebene des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes. Beide Etagen sind zunächst komplett entkernt und eine Asbestsanierung durchgeführt worden. Der gesamte Innenausbau mit WC-Anlagen wurde unter Beachtung des vorbeugenden Brandschutzes errichtet. Die technische Gebäudeausstattung ist dem aktuellen Stand der Technik entsprechend erneuert worden. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 450.000 Euro – inklusive WC-Anlagen, Technik und Brandschutz.


Ansprechpartnerinnen bei seelischen Erkrankungen


Gut investiertes Geld. Denn die Aufgaben und die Verantwortung sind bedeutsam. Die Mitarbeiterinnen des Sozialpsychiatrischen Dienstes beraten und vermitteln Hilfen für Menschen mit seelischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie psychischen Störungen im Alter. Auch für Menschen, die Probleme im Umgang mit Alkohol und Medikamenten haben, sind die Sozialarbeiterinnen Renate Kimmel, Claudia Treese und Agnes Stachowiak erste Ansprechpartnerinnen. Im vergangenen Jahr wurden in Menden rund 220 Personen beraten.


Lothar Buddinger, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erläuterte als Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, dass nicht nur Betroffene, sondern oft auch Angehörige und Freunde den Sozialpsychiatrischen Dienst als erste Anlaufstelle bei Fragen im Umgang mit einer Erkrankung und den möglichen Folgen wahrnehmen: „Durch die Möglichkeit, die Klienten zu Hause besuchen zu können und somit einen Eindruck von den konkreten Lebensumständen zu erhalten, ist eine effektive Hilfe und Beratung möglich.“ Die Zusammenarbeit mit vielen anderen Institutionen ist selbstverständlich – zum Beispiel mit der Hans-Prinzhorn-Klinik in Hemer, dem Betreuten Wohnen für Menschen mit seelischen Erkrankungen und Suchterkrankungen, mit Tagesstätten, Selbsthilfegruppen sowie Heimeinrichtungen.


Wichtige Beratung über Vorsorgevollmachten


Indra Knop und Beate Wirth von der Beratungsstelle klären Notwendigkeiten einer rechtlichen Betreuung ab und informieren über Vorsorgevollmachten. Im vergangenen Jahr haben sie in 463 Fällen im Auftrag des zuständigen Amtsgerichtes geklärt, ob und in welchem Umfang bei den Betroffenen eine rechtliche Betreuung erforderlich ist und wer als Betreuer in Frage kommt. In der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich bei den rechtlichen Betreuern um Familienangehörige. Neben dieser sogenannten „Sachverhaltsermittlung“ beraten die Sozialarbeiterinnen auch über Vorsorgevollmachten (216 Fälle in 2020). Hier können interessierte Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig festlegen, wer ihre Interessen im Falle einer Erkrankung oder Behinderung vertritt und ihre Angelegenheiten regelt.


Auch der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Märkischen Kreises ist in den Hofeskamp (Menden) umgezogen. Die Schuleingangsuntersuchungen finden fortan in den neugestalteten Räumlichkeiten statt.


Kontakte
- Sozialpsychiatrischer Dienst des Märkischen Kreises:
Frau Kimmel: 02351 / 966-5125
Frau Stachowiak: 02351 / 966-5124
Frau Treese: 02351 / 966-5123


- Beratungsstelle des Märkischen Kreises:
Frau Knop: 02351 / 966-5127
Frau Wirth: 02351/966-5128


- Kinder- und Jugendärztlicher Dienst des Märkischen Kreises:
Frau Richter: 02351 / 966- 5112
Frau Sommer: 02351 / 966-5114
Frau Scholten: 02351 / 966-5115
Frau Stachowiak: 02351 / 966-5118
Frau Dr. Wörmann-Büscher: 02351 / 966-5119
Frau Weiland: 02351 / 966-5120

Zuletzt aktualisiert am: 17.02.2021