Bildungs- und Teilhabepaket 2020 sehr gut angenommen

Pressemeldung vom 11.02.2021
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Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Familien mit geringem Einkommen können finanzielle Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erhalten. Anspruchsberechtigt sind sie, wenn sie in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II leben, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Sozialhilfe nach dem SGB XII beziehen.
Für die Bezieher von Wohngeld oder Kinderzuschlag ist der Märkische Kreis zuständig. Hier wurden die Leistungen aus dem Bildungs-und Teilhabepaket 2020 deutlich stärker nachgefragt als in den Vorjahren. Für die ca. 2.700 leistungsberechtigten Kinder der Wohngeld- bzw. Kinderzuschlagsempfänger wurden insgesamt 683.200 Euro für die einzelnen Leistungskomponenten des BuT ausgezahlt, 2019 wurden für ca. 2.500 leistungsberechtigte Kinder rund 584.000 Euro bewilligt. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 5.702 Anträge beim Märkischen Kreis ein, im Vorjahr waren es 4.847 Anträge.
Da die Schulen während der Pandemie weniger Klassenfahrten durchgeführt haben, wurden 2020 etwa 100.000 Euro weniger abgerufen. Dafür zahlte der Kreis für das Schulbedarfspaket über 100.000 Euro mehr aus. Bemerkenswert ist, dass sich die Ausgaben für Teilhabeleistungen, z.B. Mitgliedschaft in Vereinen oder Musikschule, 2020 von ca. 45.000 Euro auf ca. 84.000 Euro erhöhten. Schuld daran ist nicht nur die Anhebung der Leistung im Rahmen des Starke-Familiengesetzes. Es haben tatsächlich mehr Kinder diese Leistung nachgefragt. Insgesamt gingen hierfür 624 Anträge beim Kreis ein.
Die Verwaltung geht davon aus, dass nicht alle Berechtigten die Leistungen für die soziale und kulturelle Teilhabe in Anspruch nehmen. Eine mögliche Ursache sieht sie darin, dass das gesellschaftliche Umfeld häufig nicht respektvoll mit Sozialleistungsbeziehenden umgeht. Alternativ besteht die Möglichkeit einer zweckgebundenen Kostenerstattung durch den Sozialhilfeträger im Einzelfall. Wenn Sportveranstaltungen oder andere Kurse im Bereich der sozialen und kulturellen Teilhabe wieder stattfinden, sollten Kinder und Jugendliche diese Angebote nutzen. Im Gegensatz zu den anderen BuT-Leistungen sind hier nur Kinder unter 18 Jahren anspruchsberechtigt. Bezieher von Wohngeld oder Kinderzuschlag müssen die BuT-Leistungen jeweils beantragen. Antragsvordrucke liegen bei den örtlichen Sozialämtern bereit, können aber auch auf der Internetseite des Märkischen Kreises abgerufen werden. Für Rückfragen steht Frau Bleiweiß, Telefon 02352/9667226, zur Verfügung.
Wer Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld vom Jobcenter erhält, findet weitergehende Informationen auf den Internetseiten des Jobcenters MK. Die Leistungen müssen – mit Ausnahme der Lernförderung – hier nicht mehr separat beantragt werden. Das Jobcenter hat 2020 für die ca. 13.000 Leistungsberechtigten rund 2,4 Mio. Euro für BuT-Leistungskomponenten ausgezahlt.

Zuletzt aktualisiert am: 11.02.2021