Landrat im Gesundheitsamt

Landrat Thomas Gemke hörte in Altena Einiges aus dem Alltag des Gesundheitsamtes. Personelle Verstärkung wird bereits geschult. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis
Landrat Thomas Gemke hörte in Altena Einiges aus dem Alltag des Gesundheitsamtes. Personelle Verstärkung wird bereits geschult. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 17.04.2020
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Die Stimmung ist gut bei 63 Kreisbediensteten. Sie arbeiten tagtäglich daran die Infektionsketten des Coronavirus nachzuvollziehen: Infizierte müssen ermittelt, deren Kontaktpersonen durch Quarantäne isoliert werden. Um diesen Mitarbeitern zu danken und Einblicke in ihre Arbeit zu erhalten besuchte Landrat Thomas Gemke sie im Altenaer Kreishaus. „Zunächst einmal bin ich gekommen, um mich zu bedanken für Ihren großartigen Einsatz. Mir ist wichtig zu sehen, wie Ihr Alltag aussieht und was Sie beschäftigt. Ich denke, wir haben gerade eine Situation, in der wir gut aufgestellt sind. Aber wir müssen uns darauf einstellen, dass sie nicht in den nächsten Wochen wieder vorbei ist“, so Gemke zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.


Für eine langfristige Arbeit werde im Hintergrund weiteres Personal geschult und vorbereitet mitzuhelfen. Bereits jetzt arbeiten Kreisbedienstete aus verschiedenen Bereichen im Gesundheitsamt mit – beispielsweise aus dem Zahnärztlichen oder dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst. Hauptaufgabe ist es momentan die Kontakte von Infizierten zu ermitteln und dann die Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen. Auch die Meldung der Zahlen an das Gesundheitsministerium und das Robert Koch Institut gehen von Altena aus.


Die Mitarbeitenden berichteten dem Landrat anschließend von ihrer Arbeit. Dass die Situation nicht einfach ist, wird klar: „Ich nehme das erste Mal, seit ich beim Märkischen Kreis arbeite, die Arbeit im Kopf mit nach Hause. Die Situation lässt einen nicht direkt los“, so ein Bediensteter. Sie kriegen im Kontakt mit Betroffenen oder Angehörigen die persönlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie direkt mit. Die Freude bei den wieder Gesundeten ist daher umso größer. Auch Frust oder Unverständnis begegnet den Mitarbeitern am Telefon. Fälle, die negativ auffallen, seien aber deutlich in der Minderheit.

Landrat Thomas Gemke (rechts) mit Anja Spies, Thomas Schmitz und Volker Schmidt (von links) aus dem Fachbereich Gesundheit und Soziales. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis
Landrat Thomas Gemke (rechts) mit Anja Spies, Thomas Schmitz und Volker Schmidt (von links) aus dem Fachbereich Gesundheit und Soziales. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 17.04.2020