Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Solche Bilder einer belebten Fußgängerzone wird es eine Zeitlang nicht mehr geben. Foto: Archiv
Solche Bilder einer belebten Fußgängerzone wird es eine Zeitlang nicht mehr geben. Foto: Archiv

Pressemeldung vom 18.03.2020
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Laut einer Mitteilung der Landesregierung wurde gestern unter anderem beschlossen, weitere Einrichtungen und Angebote zu schließen oder zu untersagen, die Öffnungszeiten und Auflagen von Restaurants enger zu fassen. Auch der Tourismus soll unterbunden werden. Zugleich wird für wichtige Angebote des täglichen Bedarfs die Öffnung an Sonn- und Feiertagen gestattet. Hierzu zählen beispielsweise Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel und Apotheken.
Ab sofort sind alle Spiel- und Bolzplätze geschlossen. Das Land untersagt Angebote von Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen aller Art. Auch Spezialmärkte wie Trödelmärkte oder Handwerkermärkte sind nicht mehr erlaubt.
Der Zugang zu Bibliotheken (außer Bibliotheken an Hochschulen), Mensen, Restaurants und Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen wird eingeschränkt. Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens um 6 Uhr morgens öffnen und müssen bis spätestens 15 Uhr geschlossen werden.
Jeder Gast ist mit Kontaktdaten (Name, Anschrift, Adresse, Telefon) schriftlich zu erfassen. Zwischen den Gästen soll ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden. Auch die Tische müssen diesen Mindestabstand aufweisen. Der Konsum von Speisen und Getränken an der Theke ist untersagt. Beim Verkauf außer Haus soll ein Wartebereich im Freien eingerichtet werden. Auch hier sollen die Wartenden einen Mindestabstand von 2 Metern einhalten. Die Räume selbst sollen alle 30 Minuten von zwei Seiten 15 Minuten lang durchgelüftet werden.
Ein gut sichtbarer Aushang im Eingangsbereich und auf den Toiletten soll die Besucher auf die richtigen Hygienemaßnahmen (Hände waschen beziehungsweise desinfizieren, Niesen in die Armbeuge und vom Gegenüber wegdrehen etc.) aufmerksam machen. Personen mit sichtbaren Krankheitsanzeichen ist der Aufenthalt in Gastronomiebetrieben und Bibliotheken untersagt.
Der Tourismus kommt zum Erliegen. Touristen müssen ihre Unterkünfte räumen. Das gilt nicht für Geschäftsreisende oder Berufstätige auf Montage. Reisebusse dürfen nicht mehr fahren.
Einschränkungen gibt es ab heute auch für den Einzelhandel. Weiterhin geöffnet bleiben Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalon, der Zeitungsverkauf, Bau-und Gartenbaumärkte, Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel. Alle anderen Verkaufsstellen sind geschlossen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen.
Die Geschäftszeiten des Einzelhandels für Lebensmittel, der Wochenmärkte, der Abhol- und Lieferdiensten sowie der Apotheken sowie des Großhandels wurden erweitert. Sie dürfen bis weiteres auch an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen. Das gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag. Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen treffen.
Den Erlass mit allen angeordneten Maßnahmen finden Sie unter www.land.nrw/corona


 

Zuletzt aktualisiert am: 24.03.2020