Landrat zu Gast bei der Canto Ing. GmbH

Jochen Schröder von der GWS und Landrat Thomas Gemke ließen sich von Hagen Tschorn, Geschäftsführer der Canto Ing. GmbH, den 3D-Druck erklären. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Jochen Schröder von der GWS und Landrat Thomas Gemke ließen sich von Hagen Tschorn, Geschäftsführer der Canto Ing. GmbH, den 3D-Druck erklären. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 31.10.2019
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Auslöser des Firmenbesuchs war die erste Fachtagung der 3D-Druck-Branche in Lüdenscheid. Im September präsentierten 30 Aussteller und Experten auf dem Gelände der Phänomenta die neuesten Maschinen und Techniken. Die Fachtagung wurde auf Initiative der Geschäftsführer der Canto Ing. GmbH mit Unterstützung der GWS organisiert. „Es war eine sehr wertige Veranstaltung, sowohl seitens der Aussteller und Referenten, als auch seitens des Fachpublikums“, freute sich Hagen Tschorn, einer der Geschäftsführer der Firma, über den Erfolg der Veranstaltung. Canto ist mit ihren 35 Mitarbeitern seit 25 Jahren ein führender Dienstleister in den Bereichen Entwicklung, Prototypen, Werkzeugbau und Kleinserienfertigung. Individuelle Beratung wird hier großgeschrieben. Das Unternehmen setzt 5 verschiedene 3D - Drucker für Kunststoff und Metall ein und verfügt über eine eigene Lackiertechnik. Darüber hinaus betreibt es einen Werkzeugbau, 5-Achs Fräsen und Spritzgussfertigung.
„Viele Unternehmen nutzen die 3D-Drucktechnik hauptsächlich zur Herstellung von Prototypen“, sagt Tschorn. „Wir zeigen, dass man damit auch Produkte in Serie mit individuellen Anwenderbenefits herstellen kann, die mit den herkömmlichen Verfahren nicht möglich sind“, erklärt der Geschäftsführer, der auch Beiratsvorsitzender im Verband 3DDruck e.V. ist. Als Beispiel demonstriert er dem Landrat, das am Markt erhältliche Prestigeobjekt, der Thor-Unterwasserleuchte „Thor Rev 2.0“. Sie ist für technische und professionelle Taucher gedacht, die bis zu 200 Meter tief tauchen, um beispielsweise tiefgelegene Höhlensysteme oder Wracks zu erforschen oder Arbeiten an einer Plattform im Meer durchzuführen. „Es sollte die leichteste, kleinste und leistungsstärkste, kurzum die beste Tauchleuchte am Markt werden, das ist uns gelungen“, umreißt Tschorn die Herausforderung, die nur mittels 3D Druck in Serie umsetzbar ist.
„In Südwestfalen, einer der stärksten Industrieregionen Deutschlands, sind viele Automobilhersteller, Gebäudetechniker und Maschinenbaufirmen angesiedelt. Alles Branchen, die vom 3D-Druck profitieren können“, meint Jochen Schroeder und verweist auch auf die Nähe zu den Wissensstandorten der Fachhochschule Südwestfalen und einiger renommierter Institute. Landrat Thomas Gemke zeigte sich beeindruckt von den Zukunftsperspektiven der neuen Technologie. Er warb dafür, dass sich Unternehmen aus dem Märkischen Kreis noch stärker im Verein Wirtschaft für Südwestfalen e.V. vernetzen sollen.

Hagen Tschorn (rechts) zeigte Landrat Thomas Gemke (mitte) und Jochen Schröder von der GWS die Vorteile ihrer Taucherlampe. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Hagen Tschorn (rechts) zeigte Landrat Thomas Gemke (mitte) und Jochen Schröder von der GWS die Vorteile ihrer Taucherlampe. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Zuletzt aktualisiert am: 31.10.2019