10.000 Erkundungstage

Schüler und Schülerinnen gewinnen Einblicke in die Arbeitswelt

Mädchen sollten sich auch mal über technische Berufe informieren. Vielleicht ist es ja für sie interessant. Foto: Eva Sträter/Märkischer Kreis
Mädchen sollten sich auch mal über technische Berufe informieren. Vielleicht ist es ja für sie interessant. Foto: Eva Sträter/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 29.10.2019
| „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergänge gestalten“ - unter diesem Motto ist in Nordrhein-Westfalen ein landesweit verbindliches Übergangssystem von der Schule in den Beruf eingeführt worden. Seit 2013 erhalten alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 eine systematische berufliche Orientierung. In der Umsetzung unterstützt werden die Schulen dabei von der Kommunalen Koordinierungsstelle, die beim Märkischen Kreis angesiedelt ist.

Bei gut 300 angebotenen Ausbildungsberufen und einem kaum überschaubaren Studienangebot ist es schwer, den passenden eigenen Weg zu finden. Umso wichtiger ist es, Berufe praktisch zu erfahren, um eigene Vorstellungen mit der Realität abzugleichen. Hierzu bieten die Berufsfelderkundungen und Praktika eine gute Möglichkeit. Bereits in der achten Klasse haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, im Rahmen von drei Berufsfelderkundungstagen drei unterschiedliche Branchen und Unternehmen kennenzulernen. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler nicht nur in einer beobachtenden Rolle, sondern können das Arbeitsfeld in praktischen Übungen aktiv erproben. Bei der Auswahl der Branchen hilft ihnen die vorangegangene Potentialanalyse, bei der sie mehr über ihre Neigungen und besonderen Kompetenzen erfahren können.
Insgesamt werden im Märkischen Kreis jährlich rund 10.000 Erkundungstage durchgeführt. Mit den ersten Erfahrungen aus den Berufsfelderkundungen geht es in der neunten Klasse für eine längere Zeit in einen Betrieb. Zwei bis drei Wochen können die Schülerinnen und Schüler intensiv einen konkreten Beruf kennenlernen. Dies ermöglicht ihnen, den ausgewählten Beruf und den Berufsalltag intensiv zu erfahren.

Schülerinnen und Schüler, die auch nach dem Praktikum noch unsicher über ihre Berufswahl sind, haben in Praxiskursen noch einmal die Möglichkeit, sich zu orientieren. Diese finden bei Bildungsträgern statt und sind so konzipiert, dass durch eine sinnvolle Kombination von praktischen Übungen und Beratungsangeboten, Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Anliegen und Fragestellungen bearbeiten können. Begleitet werden die Praxisphasen intensiv durch die Lehrkräfte der Schulen, die den Schülerinnen und Schülern auch beratend im gesamten Orientierungsprozess zur Seite stehen.
Unternehmen, die sich an den Berufsfelderkundungen beteiligen möchten, finden weitere Informationen unter www.berufsfelderkundung-mk.de oder können sich telefonisch an die Kommunalen Koordinierungsstelle Kein Abschluss ohne Anschluss bei der Kreisverwaltung unter 02351/966-6520 wenden. Dort gibt es auch weitere Infos zu den Praxisangeboten.

Auch bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst gibt es interessante Berufe. Foto: Eva Sträter/Märkischer Kreis
Auch bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst gibt es interessante Berufe. Foto: Eva Sträter/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 29.10.2019