Erfahrungsaustausch der Demenznetzwerke im Märkischen Kreis

Mehr als 60 Vertreter aus acht Demeznetzwerken im Märkischen Kreis trafen sich in Altena zum Erfahrungsaustausch. Foto: Bernd Grunwald/Märkischer Kreis
Mehr als 60 Vertreter aus acht Demeznetzwerken im Märkischen Kreis trafen sich in Altena zum Erfahrungsaustausch. Foto: Bernd Grunwald/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 14.10.2019

Mehr als 60 Gäste konnte Torsten Sauer, Sachgebietsleiter Gesundheits- und Pflegeplanung des Kreises, im Lutherhaus in Altena begrüßen. Gemeinsam mit den Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz des Landes Nordrhein-Westfalen hatte der Fachdienst Pflege und der Sozialpsychiatrische Dienst des Märkischen Kreises zu dem Treffen der acht Demenznetzwerke im Kreisgebiet eingeladen.
Detlef Rüsing, gelernter Altenpfleger, Pflegewissenschaftler und Publizist aus Osnabrück brachte den interessierten Zuhörern das Thema der Beziehungsgestaltung in der Pflege nahe - ein auf den ersten Blick selbstverständliches Thema, aber in der Praxis gar nicht so einfach umzusetzen. Denn auch wenn die Gedächtnisleistung immer geringer wird, sind Menschen mit Demenz oftmals sensibel für Stimmungen und Gefühle. Eindrücklich schilderte Rüsing an Hand von Schilderungen Betroffener und pflegender Angehöriger, wie wichtig und zentral Beziehungen für Demenzerkrankte sind. Deshalb wurde die Beziehungsgestaltung kürzlich als neue Leitlinie in den Mittelpunkt der Pflege gestellt. Im Anschluss an den Vortrag kamen die Praktiker zu Wort. Unter der Moderation von Matthias Kortwittenborg vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz, Region Dortmund, diskutierten die Experten, wie dieser unbestritten wichtige Ansatz im Alltag der Pflege- und Betreuungskräfte gelebt werden kann.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich die Demenznetzwerke gegenseitig vor. Im zurückliegenden Jahrzehnt sind im Märkischen Kreis mehrere Netzwerke neu entstanden und haben sich entsprechend den jeweiligen Voraussetzungen vor Ort zu lokalen Zentren des fachlichen Austauschs und intensiver Zusammenarbeit entwickelt. Auf diese Weise ist ein vielfältiges Angebot für Demenzerkrankte und für pflegende Angehörige entstanden: während z.B. in Herscheid, Lüdenscheid und Plettenberg der Schwerpunkt auf Sport und Bewegung gelegt wird, spielt die künstlerische Gestaltung in Altena und Hemer eine größere Rolle. Alle Netzwerke wirken, wie beispielsweise der Treffpunkt Demenz in Balve, in die Region hinein und sind Ansprechpartner für Angehörige, Betroffene, Gesundheits- und Pflegedienste und für sonstige Interessierte. Einig waren sich alle Beteiligten, dass pflegende Angehörige noch früher erreicht werden müssten und deshalb auch das Thema Demenz mehr Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung erhalten sollte.



Folgende Netzwerke bestehen aktuell im Märkischen Kreis:
Netzwerk für Senioren in Altena
Café Treffpunkt Demenz in Balve
Netzwerk Demenz in Hemer
Demenznetzwerk Iserlohn
Demenznetzwerk Lüdenscheid
Mendener Initiative Altenhilfe
Demenznetzwerk Plettenberg-Herscheid
Demenznetzwerk Volmetal mit den Kommunen Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle



Die Kontaktdaten der einzelnen Netzwerke können bei der Gesundheits- und Pflegeplanung des Kreises per E-Mail unter pflegeplanung@maerkischer-kreis.de oder telefonisch unter 02352 / 966-7193 erfragt werden. Angebote für Demenzerkrankte sind im Pflegeatlas MK unter www.maerkischer-kreis.de Stichwort „Pflegeatlas“ zu finden.

Detlef Rüsing setzte den Fokus auf das Thema der Beziehungsgestaltung in der Pflege, Foto Bernd Grunwald/Märkischer Kreis.
Detlef Rüsing setzte den Fokus auf das Thema der Beziehungsgestaltung in der Pflege, Foto Bernd Grunwald/Märkischer Kreis.
Zuletzt aktualisiert am: 14.10.2019