Kreisverwaltung spart fast 25.000 MWh Energie ein

Ausschussmitgliedern erfreuliche Bilanz vorgelegt

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kreishauses. Die Fenster- und Fassadensanierung hat 17 Prozent Wärme-Energie eingespart. Foto: Guido Raith/Märkischer Kreis
Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kreishauses. Die Fenster- und Fassadensanierung hat 17 Prozent Wärme-Energie eingespart. Foto: Guido Raith/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 25.09.2019
Die Kreisverwaltung hat weniger Energie verbraucht. Insgesamt wurden 24.954 Megawattstunden Energie in den Liegenschaften des Kreises registriert. Das waren 428 Megawattstunden (zwei Prozent) weniger als noch ein Jahr zuvor. Das geht aus der CO2-Bilanz hervor, die von der Kreisverwaltung den Mitgliedern im Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung in deren jüngster Sitzung vorgelegt wurde. „Allein die Fenster- und Fassadensanierung hat 17 Prozent Gas-Einsparung bei der Wärme gebracht“, berichtete Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, zugunsten des Klimas auf diesem Weg weiter zu gehen.

Die aus dem Verbrauch resultierenden CO2-Emissionen betrugen 3.874 Tonnen. Gegenüber 2017 wurden 42 Tonnen Kohlendioxid weniger emittiert. Dies bedeutete eine Reduzierung von nahezu einem Prozent. Die Energie wurde zu 75 Prozent in dem Wärme-, zu mehr als 16 Prozent im Strom- und fast neun Prozent im Mobilitätssektor verbraucht. Im Vergleich zum Vorjahr, so die Kreisverwaltung, wurde für die Heizung rund 60 Megawattstunden weniger Energie benötigt. Der Stromverbrauch sank um 301 Megawattstunden, und der Kraftstoffverbrauch für die Dienstwagen, Messfahrzeuge, Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge, Autos für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz sowie Streu- und Räumfahrzeuge sank um 67 Megawattstunden.

Die ermittelten Wegstrecken für alle Fahrzeuge betrug 2,395 Millionen Kilometer – 67.583 Kilometer weniger als noch ein Jahr zuvor. Dafür wurden 223.076 Liter Kraftstoff benötigt. Die zurückgelegte Fahrleistung des kreiseigenen Elektrofahrzeugs betrug rd. 9.100 Kilometer. Weil die Kreisverwaltung CO2-neutralen Strom bezieht und die meisten Aufladungen am Kreishaus erfolgen, wurden keinen CO2-Emissionen angerechnet. Für kurze Strecken wurden Pedelecs und ein Mountain-E-Bike angeschafft. Mit beiden Rädern legten die Kreisbediensteten etwa 950 Kilometer zurück. Wie die Ausschussmitglieder weiter erfuhren, entstanden 97 Prozent der CO2-Emissionen durch die Verbrennung von Erdgas. Aufgrund des Betriebs von fünf Blockheizkraftwerken, die mit Wärme auch Strom produzieren, konnte der Wirkungsgrad erhöht und das Erdgas optimal genutzt werden.

Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion ein Prüfauftrag an die Verwaltung. Sie soll in Zusammenarbeit mit der AMK-Geschäftsführung die Möglichkeiten eines Baus einer Photovoltaikanlage auf der Deponie Lüdenscheid-Kleinleifringhausen herausfinden. Der Beschluss erfolgte einstimmig. Der Ausschuss erwartet bis Ende des Jahres einen qualifizierten Bericht.

Ebenso einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, dass der Kreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Aktionen zum nächsten Weltumwelttag erarbeitet. Der findet am 5. Juni nächsten Jahres statt. Der Beitrag des Kreises, so steht es im Antrag von SPD und CDU, könnte ein verbilligtes Ticket der Märkischen Verkehrsgesellschaft sein.

Zuletzt aktualisiert am: 25.09.2019