Deponie Lösenbach steht auch Privatleuten offen

Auch Privatleute dürfen ihren Bauschutt auf der Deponie Lösenbach in Lüdenscheid entsorgen. Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis
Auch Privatleute dürfen ihren Bauschutt auf der Deponie Lösenbach in Lüdenscheid entsorgen. Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 30.07.2019
| Die Boden- und Bauschuttdeponie Lösenbach in Lüdenscheid steht auch Privatleuten offen. Das teilt der Märkische Kreis jetzt mit. Die steigenden Baupreise und der Handwerkermangel führen dazu, dass immer mehr Eigenheimbesitzer bei Umbau- oder Sanierungsarbeiten selbst Hand anlegen. Wo Wände eingerissen und Fensterdurchbrüche gestemmt werden, fällt auch schubkarrenweise Bauschutt an. Die Abfallwirtschaftsbehörde des Märkischen Kreises nimmt dies zum Anlass, um auf die ordnungsgemäße Entsorgung hinzuweisen.

Bauschutt zu entsorgen, ist oftmals das Lästigste bei der Renovierung oder dem Umbau, trotzdem sind die gesetzlichen Vorgaben zu beachten. Bauschutt gehört nicht in den Hausmüll und muss fachgerecht entsorgt werden. Im Märkischen Kreis gibt es für den Heimwerker dafür mehrere Wege. Fallen nur geringe Mengen an, lohnt es sich mitunter nicht, einen Container zu mieten. Die meisten Bring- oder Recyclinghöfe im Märkischen Kreis bieten ihren Bürgern in der Regel die Möglichkeit, kleine Mengen an mineralischen Abfällen (rund 70 bis 80 Kilo) kostenpflichtig abzugeben. Bei großen Baumaßnahmen ist es sicherlich prakti-scher, einen gewerblichen Containerdienst zu beauftragen. Dann spart man sich das Hin- und Herfahren und lässt dies den Entsorger übernehmen.

Aber auch größere Mengen Bauschutt darf der Heimwerker selbst entsorgen, darauf weist die Abfallwirtschaftsbehörde ausdrücklich hin. „In Beratungsgesprächen werde ich immer wieder von privaten Bauherren gefragt, ob es nur Unternehmen erlaubt ist, Abfälle auf die Boden- und Bauschuttdeponie in Lüdenscheid anzuliefern“, so Guido Bartsch von der Kreisverwaltung. „Es ist vielleicht noch nicht jedem bekannt, aber die Deponie steht auch privaten Selbstanlieferern offen“, so Bartsch weiter.

Hier werden allerdings nur die Abfälle angenommen, die dort abgelagert werden dürfen. Die Ablagerung von mineralischen Reststoffen wie Mauerwerk und Ziegelsteine, reiner Betonabbruch, Fliesen und Kacheln, Mörtel- oder Putzreste, Sanitärkeramik aber auch Gips- und Rigipsplatten bereiten keine Probleme. Nicht angenommen werden beispielsweise Tapetenreste, Holz, Kabel und Rohre, Metalle, wie z. B. Moniereisen, Streckmetall, Heizkörper oder Kunststofffolien, Farbeimer und Lackdosen. Mit diesen Abfällen wird man an der Deponiepforte konsequent wieder nach Hause geschickt. Die unterschiedlichen Reststoffe müssen also bereits auf der Baustelle getrennt werden. Und bevor der voll geladene Anhänger mit Bauschutt nach Lüdenscheid gefahren wird, empfiehlt sich ein Blick auf die Internetseite der Deponie oder ein Anruf dort. Hier erfährt man Anlieferungsbedingungen, Öffnungszeiten und die Entsorgungskosten, die je nach Abfallart gestaffelt sind.
Richtig teuer wird es, wenn der Bauschutt illegal am Straßenrand, auf Parkflächen oder im Wald abgelagert wird. Verstöße gegen die ordnungsgemäße Entsorgung werden mit einer hohen Geldbuße geahndet.
Informationen zur Boden- und Bauschuttdeponie Lösenbach in Lüdenscheid finden sich unter www.amk-entsorgung.de, Menü: „Geschäftsfelder“, „Deponierung“.

Zuletzt aktualisiert am: 30.07.2019