Hohe Technologie und Präzision im Werkzeugbau

Kurt Harz (1.v.r) führt Lanrdat Thomas Gemke, Dirk Jedan, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und Jochen Schröder von der GWS durch seinen Betrieb. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Kurt Harz (1.v.r) führt Lanrdat Thomas Gemke, Dirk Jedan, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und Jochen Schröder von der GWS durch seinen Betrieb. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 25.03.2019
|

„Die Digitalisierung ist im Werkzeugbau schon längst angekommen“, machte Kurt Harz, Geschäftsführer der Lauer Harz GmbH in Lüdenscheid, deutlich. Seinen Gästen Landrat Thomas Gemke, Dirk Jedan, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und Jochen Schröder Geschäftsführer der Gesellschaft für Struktur- und Wirtschaftsförderung (GWS) des Märkischen Kreises, demonstrierte er seinen topmodernen Maschinenpark. Programmiert und bedient werden sie von 30 hochqualifizierten Mitarbeitern.


In dem familiengeführten Betrieb werden komplexe Ein- und Mehrkomponenten- Spritzgießwerkzeuge bis vier Tonnen Gewicht gefertigt. Jedes Werkzeug ist ein Unikat. Zum Tagesgeschäft gehören auch Metalleinlegeteile, die umspritzt werden, oder Lichtleiter für bekannte Automarken. Zweites Standbein neben der Automotive-Branche ist die Elektroindustrie. „Wir machen nicht 08/15“, erklärt der 60-jährige Werkzeugbauer. Er ist stolz darauf, dass seine Konstruktionsabteilung individuelle Lösungen für seine Kunden entwickelt, die Genauigkeiten bis zu ein hundertstel Millimeter erreichen. Alles am 3D-Bildschirm versteht sich.


Vor mehr als 20 Jahren hat Harz die Firma Lauer in Altena übernommen und ist zum Freisenberg nach Lüdenscheid umgezogen. Jetzt hofft  Kurt Harz, dass seine Tochter, die bereits im Betrieb mitarbeitet, in seine Fußstapfen tritt.  Warum es heute so schwierig ist, Auszubildende für den Beruf des Werkzeugmachers zu begeistern, versteht Kurt Harz nicht. „Der Werkzeugbau ist ein tragendes Standbein der deutschen Wirtschaft“, erklärt er. „In dem Beruf kann man gutes Geld verdienen – oft mehr als im Büro – und ohne sich groß die Hände schmutzig zu machen“. Dafür wirbt Harz auch bei der Berufsfelderkundung der 8 Klassen oder der beruflichen Orientierung der Berufsschulen. Als geeignete Plattform, um Facharbeiter anzuwerben, legten Landrat Thomas Gemke und Michael Schröder dem Unternehmer, das Karriereportal der Südwestfalen AG nahe. „Wir haben darüber bereits gute Bewerbungen bekommen“, bekräftigte  Dirk Jedan von der Kreishandwerkerschaft.


 

Zuletzt aktualisiert am: 25.03.2019