Sensibilisierung für das Asylrecht

Pressemeldung vom 21.03.2019

„Wie wollen wir leben?“ Das war eine der zentralen Fragen von Michael Wirth, dem Leiter des Fachbereiches Migration des Diakonischen Werkes des evangelischen Kirchenkreises in Lüdenscheid-Plettenberg. Im Rahmen der Veranstaltung „Basiswissen Asylrecht“ berichtete er von seiner täglichen Arbeit mit Flüchtlingen und dem Ausländerrecht. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Märkischen Kreises hatte dazu eingeladen. 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kindertagesstätten, der Flüchtlings- oder Jugendhilfe, Schulen oder auch Integrationszentren nutzten das Angebot. Dass sie aus dem gesamten Kreisgebiet ins Lüdenscheider Kreishaus kamen, zeigt die Bedeutung und Aktualität des Themas.
Besonderen Augenmerk legten Wirth und seine Mitarbeiter Claudia Kaschitzki und Jörg Hornung-Schmidt auf die Sensibilisierung für das Thema und den besonnenen Umgang mit den Menschen. Jörg Hornung-Schmidt wies darauf hin, dass die Verantwortung für die Asylrechtsverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) liegt und die Ausländerbehörde nur die ausführende Kraft ist. Das sei oft schwer zu verstehen und in der öffentlichen Wahrnehmung nicht immer zu differenzieren. Kaschitzki leitet das Psychosoziale Zentrum des Diakonischen Werkes. Viele geflüchtete Menschen leiden unter Traumata oder psychischer Belastung. Sie bietet diesen Menschen spezialisierte Beratung an und kann Hilfestellung bei gesundheitsrechtlichen Schritten geben.
Sevgi Sarikaya, vom Kommunalen Integrationszentrum, war sehr zufrieden mit dem großen Interesse und war froh, dass „nicht nur über Gesetzestexte geredet wurde“. Für eine Folgeveranstaltung sprachen sich alle Anwesenden aus.

Zuletzt aktualisiert am: 21.03.2019