Erste Notfallsanitäter ausgebildet

Landrat Thomas Gemke (2.v.l) und Uwe Krischer (4. v.l.) gratulierten Vanessa Bücker und Robin Paul zum bestandenen Notfallsanitäterexamen. Foto Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Landrat Thomas Gemke (2.v.l) und Uwe Krischer (4. v.l.) gratulierten Vanessa Bücker und Robin Paul zum bestandenen Notfallsanitäterexamen. Foto Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 19.02.2019
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Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Examen. Sie haben Pionierarbeit geleistet bei der Erprobung der neuen Ausbildung zum Notfallsanitäter“, hieß Landrat Thomas Gemke Vanessa Bücker und Robin Paul im Lüdenscheider Kreishaus willkommen. Sie haben als erste die dreijährige Ausbildung an der Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren Gummersbach absolviert, deren Kooperationspartner der Märkische und der Oberbergische Kreis sind.


Der Beruf des Notfallsanitäters hat den Rettungsassistenten 2014 abgelöst und ist nun die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Im Unterschied zum bisherigen Rettungsassistenten dürfen Vanessa Bücker und Robin Paul bis zum Eintreffen des Notarztes bereits medizinischer Maßnahmen der Erstversorgung bei Patientinnen und


Patienten im Notfalleinsatz einleiten und auch beispielsweise schmerzstillende Medikamente verabreichen. „Den Notarzt können wir aber nicht ersetzen“, stellt Paul klar. Er hat sich bundesweit für die Ausbildung beworben und ist froh, dass sein jetziger Einsatzort in der Rettungswache in Halver nicht weit von seinem Heimatort Schalksmühle entfernt liegt. Dennoch ist er nach Halver umgezogen und kann mit dem Fahrrad zu Arbeit fahren.


Vanessa Bücker kommt aus dem Hochsauerland Kreis und hat sich ebenfalls bundesweit beworben. Die Zahl der Bewerberinnen im Rettungsdienst steigt beim Märkischen Kreis jährlich. Die Frauenquote in den Rettungswachen beträgt derzeit etwa 19 Prozent. Körperliche Fitness wird bei dem Beruf vorausgesetzt. Aber: „Wir alle haben nur einen Rücken“, sagt Bücker. Auch Männer müssen ihre Grenzen kennen und bei schweren Personen oder Transporten aus oberen Stockwerken weitere Helfer anfordern.


Die Nachfrage nach ausgebildeten Notfallsanitätern ist hoch. „Der Markt ist leergefegt“, sagt Uwe Krischer, Leiter des Rettungsdienstes. Daher setzt er auf Ausbildung und Mitarbeiterbindung. Noch bis Ende 2020 können die bisherigen Rettungsassistenten eine Prüfung zum Notfallsanitäter ablegen. „Wir haben seit 2015 unsere Leute in den Wachen in Altena, Balve, Halver, Meinerzhagen, Herscheid und Werdohl konsequent nachqualifiziert, so dass wir gut aufgestellt sind“, ist Uwe Krischer, Leiter des Rettungsdienstes sicher. Wer die Zusatzqualifikation nicht hat, darf im Rettungswagen bald nur noch auf den Fahrersitz.


In den nächsten Jahren bildet der Märkische Kreis jährlich zwei bis vier Azubis in seinen Rettungswachen und in den Märkischen Kliniken aus. Der theoretische Unterricht findet in mehreren Schulblöcken an der staatlich anerkannten Rettungsfachschule unter dem Dach der Akademie für Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS) statt. Weitere Informationen unter www.maerkischer-kreis.de, Stichwort Ausbildung.


 

Zuletzt aktualisiert am: 19.02.2019