Pflegeberatung entwickelt Ratgeber zur Pflegebegutachtung

Die Pflegeberaterinnen Simone Kuhl und  Annegret Röllmann, Landrat Thomas Gemke und Sachgebietsleiter Torsten Sauer präsentieren den neuen Ratgeber zur Pflegebegutachtung. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Die Pflegeberaterinnen Simone Kuhl und Annegret Röllmann, Landrat Thomas Gemke und Sachgebietsleiter Torsten Sauer präsentieren den neuen Ratgeber zur Pflegebegutachtung. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 14.02.2019
|

Seit Anfang 2017 wird die Pflegebedürftigkeit anstatt durch Pflegestufen, durch fünf Pflegegrade bestimmt. Diese Veränderung hatte zur Folge, dass auch ein neues Begutachtungsinstrument durch den Medizinischen Dienst genutzt wird, um den Grad der Pflegebedürftigkeit zu ermitteln. Das bekannte „Pflegetagebuch“ zur Auflistung der notwendigen pflegerischen Unterstützungsleistung ist mit der Pflegereform 2017 unbrauchbar geworden, weil die Pflegebedürftigkeit nun in sechs Modulen mit vielen Unterkategorien geprüft wird. Dies war der Anlass für die Pflegeberatung des Märkischen Kreises mit der gemeinsamen Arbeitsgruppe der Pflegeberatung aus den Kreisen Soest und Hochsauerlandkreis in Kooperation mit den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe einen neuen Ratgeber zu entwickeln.


Annegret Röllmann und Simone Kuhl nahmen für die Pflegeberatung des Märkischen Kreis an den Arbeitssitzungen teil. „Die Entwicklung des Ratgebers hat fast ein Jahr gedauert. Immer wieder wurde der Inhalt angepasst und wir haben bewusst darauf geachtet, verständliche Formulierungen zu finden“, berichtet Annegret Röllmann. „In den gemeinsamen Sitzungen haben wir immer wieder unsere Erfahrungen ausgetauscht, wie der Ratgeber von den Betroffenen aufgenommen wurde. Die endgültige Fassung kam bei der Erprobung durchweg positiv an, “ so Röllmann weiter.


Simone Kuhl: „Die Pflegebegutachtung löst bei den Betroffenen und deren Angehörigen viele Unsicherheiten aus. Der neue Ratgeber ist eine gute Hilfe zur Vorbereitung auf den Begutachtungstermin und dient der Orientierung. Jeder einzelne Punkt der insgesamt sechs Module, der in einer Pflegebegutachtung bewertet wird, ist genau beschrieben. Zusätzlich können individuelle Anmerkungen notiert werden. Im Idealfall können wir so in einem gemeinsamen Beratungsgespräch Fragen und Verständnisprobleme zur Einschätzung der Pflegebedürftigkeit klären.“


Wer Interesse am neuen Ratgeber zur Pflegebegutachtung hat, kann sich an die Pflegeberatung des Märkischen Kreises wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten auch regelmäßig Sprechstunden in den Kommunen vor Ort an. Telefonisch zu erreichen sind sie über das Pflege- Informations- Telefon unter 02352/966-7777 oder per E-Mail unter pflegeberatung@maerkischer-kreis.de.  

Zuletzt aktualisiert am: 14.02.2019