GPS-Referenzpunkt auf der Burg Altena

Messpunkt auf Gullydeckel ist ein Unikat

Konstantin Tissen (links) und Marc Ross bauen den Gullydeckel mit den GPS-Koordinaten auf der Burg Altena ein. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Konstantin Tissen (links) und Marc Ross bauen den Gullydeckel mit den GPS-Koordinaten auf der Burg Altena ein. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 29.11.2018

Einen besonderen Service für Wanderer, Radfahrer und Geocacher gibt jetzt neu im oberen Innenhof der Burg Altena: Auf einem extra dafür angefertigten Gullydeckel befindet sich ein GPS-Referenzpunkt. Damit ist es möglich, die Genauigkeit der GPS-Geräte und Smartphones mit einer entsprechenden Funktion zu prüfen. Ein ähnlicher Referenzpunkt war bereits Anfang des Monats an der Luisenhütte in Balve-Wocklum installiert worden.


Die Initiative dazu kam von den Vermessungsingenieuren des Märkischen Kreises. Als sich Christoph Jochheim-Wirtz, Fachdienstleiter Kataster und Geodatenmanagement, gemeinsam mit den Museumsleuten auf die Suche nach einer geeigneten Stelle für den Messpunkt machte, war schnell klar: Der Gullydeckel (fachlich korrekt: Kanalschachtdeckel) auf dem oberen Burghof sollte als Referenzpunkt dienen. Was auf den ersten Blick recht einfach wirkt, erwies sich in der Umsetzung als durchaus kompliziert. „Ich habe gefühlt 50 Telefonate geführt“, berichtet Museumstechniker Andreas Gerstendorf. Eine Spezialfirma für Schachtabdeckungen aus Boppard, die Firma EJ Deutschland, nahm sich schließlich des Falls an. Die Burgwerkstatt baute eine Holzschablone, ein Gestalter brachte die Daten auf die Platte, die dreidimensionale Vorlage musste in die Metallabdeckung gefräst werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der mehr als 100 Kilogramm schwere Deckel aus Gusseisen trägt eine Scheibe aus Edelstahl, auf der die GPS-Koordinaten vermerkt sind. Es handelt sich um ein Unikat, das es so nur auf der Burg Altena gibt.


Die Genauigkeit der GPS-Geräte kann folgendermaßen geprüft werden. Die App starten, die üblicherweise zum Joggen, Wandern, Radfahren oder Geocaching verwendet wird. Die geografischen Koordinaten anzeigen lassen. Sofern die Möglichkeit besteht, verschiedene Bezugssysteme auszuwählen, muss WGS 84 eingestellt sein. Dann das Gerät exakt auf den GPS-Referenzpunkt halten und nach einigen Sekunden die angezeigten Koordinaten notieren. Die Differenz zwischen den Referenzkoordinaten und den vom Gerät ermittelten ergibt dessen Genauigkeit. Weitere Informationen auf der Homepage des Märkischen Kreises unter www.maerkischer-kreis.de.

Zuletzt aktualisiert am: 29.11.2018