So wenig Bedarfsgemeinschaften wie noch nie

Gute Nachrichten vom Jobcenter im Ausschuss

Aufgrund der guten Konjunktur finden auch immer mehr Langzeitarbeitslose einen neuen Job. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis
Aufgrund der guten Konjunktur finden auch immer mehr Langzeitarbeitslose einen neuen Job. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 21.11.2018
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Gute Nachrichten vom Jobcenter Märkischer Kreis. Die Konjunktur in der Region ist weiter stabil auf hohem Niveau, auch wenn sie sich leicht abschwächt. Das berichtete Jobcenter-Geschäftsführer Volker Riecke in der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des Märkischen Kreises. Riecke: „Es gibt eine sehr erfreuliche Entwicklung bei der Kräfte-Nachfrage. Davon profitieren auch die Langzeitarbeitslosen.“ Der Jobcenter-Geschäftsführer konnte mit zwei Rekord-Zahlen aufwarten. Der Anteil der Jugendlichen an allen Arbeitslosen (599) lag im Oktober mit 6,8 Prozent so niedrig wie noch nie. Das ist sogar im Vergleich zum Bund (8,2 Prozent) und zu NRW (8 Prozent) spitze. „Das konnte erreicht werden, obwohl es Zugänge aus dem Bereich der jugendlichen Flüchtlinge gab“, so der Jobcenter-Chef.


 Volker Riecke hatten noch ein weiteres Rekordergebnis zu vermelden: „16.106 Bedarfsgemeinschaften, so wenige gab es noch nie. Und das obwohl zusätzlich gut 2.000 davon aufgrund von Asyl oder Flucht in den Kreis gekommen sind.“ Bei den Flüchtlingen stellte Riecke eine „sinkende Tendenz“ fest. Er freut sich zudem darüber, dass es zunehmend gelinge, sie in Arbeit und Ausbildung zu bringen. „Sobald die Sprachdefizite abgebaut sind, haben sie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt.“ Die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, erfuhren die Ausschussmitglieder, lag im Oktober bei 21.653. Das waren knapp 1.300 weniger als noch vor einem Jahr. Die Flüchtlinge sind mit gut 3.000 darunter vertreten.


 Volker Riecke gewährte den Gesundheits- und Sozialpolitikern des Kreises auch einen Blick in die nahe Zukunft. Der Bundestag verabschiedete Anfang des Monats das neue Teilhabechancengesetz. Es soll Menschen, die sehr lange Arbeitslos waren, die Rückkehr in den allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt erleichtern. Noch stehe die Zustimmung des Bundesrates aus, aber er sei zuversichtlich, dass es kommt. Dann können Arbeitgeber bis zu 100 Prozent Förderung bekommen, wenn sie einen Langzeitarbeitslosen einstellen. Darüber hinaus gibt es pro Mitarbeiter bis zu 3.000 Euro Zuschuss für dessen Weiterbildung. Volker Riecke schätzt die Anzahl derjenigen unter den insgesamt 4.700 Langzeitarbeitslosen, die in den Genuss dieser neuen gesetzlichen Regelung kommen können, auf 2.100. Ziel des Jobcenters sei eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt.

Zuletzt aktualisiert am: 21.11.2018