Förderschulen

In den Förderschulen des Märkischen Kreises laufen die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Voraussichtlich ab dem 7. Mai sollen zunächst Schülerinnen und Schüler der Brabeckschule in Iserlohn, der Regenbogenschule und der Wilhelm-Busch-Schule in Hemer, der Mosaik-Schule in Lüdenscheid/Meinerzhagen sowie der Hundertwasser-Schule in Altena wieder mit dem Unterricht beginnen. Das betrifft zunächst die Klasse 4. In dieser Woche sind über die Lernangebote für die Abschlussklassen hinaus noch keine Ausweitungen des Schulbetriebs auf weitere Schülergruppen vorgesehen. Dies betrifft auch die weiterführenden Schulen.

Wann die Schule An der Höh in Lüdenscheid und die Carl-Sonnenschein-Schule in Iserlohn-Sümmern, beide mit dem Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung", wieder öffnen, ist noch nicht entschieden. Beide Förderschulen bleiben zunächst ebenso geschlossen wie die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

In den ersten Unterrichtsstunden wird es vor allem darum gehen, mit den Kindern die neuen Verhaltensregeln an der Schule einzuüben: Hände waschen, Abstand halten, neue Wege lernen, veränderte Sitzordnungen und neue Lerngruppen akzeptieren. Um die Einhaltung der Abstände auch im Unterricht zu ermöglichen, werden die Lerngruppen verkleinert. Jede kleine Lerngruppe wird in der Regel von einer Lehrkraft betreut. Die Stundentafel ist verkürzt. In den zeitversetzten Pausen müssen die Jungen und Mädchen diszipliniert bleiben, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Außerdem werden Kontakte dokumentiert und Namenslisten erstellt, um im Fall einer Infektion mögliche Ansteckungen nachverfolgen zu können.

Beim Tragen von Schutzmasken haben die Schulen unterschiedliche Regelungen getroffen: In der Brabeckschule und in der Wilhelm-Busch-Schule herrschen Maskenpflicht, ebenso wie in sämtlichen Schulbussen sowie an allen Bushaltestellen. Bei der Hundertwasser-Schule sollen Masken in den Pausen und auf den Fluren getragen werden. Darüber hinaus wird das Tragen von Schutzmasken empfohlen.

Der Märkische Kreis in seiner Funktion als Schulträger hat die Reinigung der Schulgebäude verstärkt. So werden Kontaktflächen wie Handläufe, Lichtschalter und Tische täglich gereinigt. Auch bei der Schülerbeförderung hat der Märkische Kreis reagiert. Die zulässigen Beförderungskapazitäten wurden deutlich reduziert. Bei Bedarf werden auch zusätzliche Busse eingesetzt.

Der Märkische Kreis ist Schulträger von insgesamt 7 Förderschulen mit Standorten in Altena, Hemer, Iserlohn, Lüdenscheid und Meinerzhagen.

Alle Förderschulen, unabhängig von ihrem Förderschwerpunkt, bieten eine kontinuierliche Unterstützung Ihres Kindes über den gesamten Schultag. So weit möglich, werden die sonderpädagogische Förderung und die schulischen Lerninhalte miteinander verknüpft.

Insbesondere die Klassengrößen von maximal 17 Schülern und die Betreuung durch zumeist zwei Lehrer gleichzeitig, ermöglichen ein intensives Eingehen auf die Bedarfe Ihres Kindes.
Durch Arbeiten in kleinen Schritten werden den Schülern Erfolgserlebnisse ermöglicht, um Schulversagen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Kinder erfahren Anerkennung und Wertschätzung und können so allmählich Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten aufbauen.

Daneben sind Förderschulen nicht nur personell, sondern auch sächlich auf die besonderen Unterstützungsbedarfe der Kinder eingestellt. Diese spezielle Ausstattung ist von Schule zu Schule unterschiedlich, aber immer dem Förderschwerpunkt angepasst.

Was können Sie tun?

Wenn Sie der Meinung sind, dass eine der Förderschulen der beste Schulort für Ihr Kind ist, muss zunächst der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf festgestellt werden. Hierzu stellen Sie einen Antrag über die allgemeine Schule, damit die Stärken und Schwächen Ihres Kindes ermittelt werden können.

Ausnahme!
Wenn Sie einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung vermuten, können Sie sich auch direkt an die zuständige Förderschule wenden.

Die Schulaufsicht des Märkischen Kreises entscheidet, ob das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfes durchgeführt werden soll. Während des Verfahrens wollen zwei Lehrkräfte Ihr Kind kennen lernen. In mehreren Terminen mit diesen Lehrkräften werden dann – in kindgerechter Form – Art und Umfang der notwendigen Förderung festgestellt. Eventuell ist auch eine schulärztliche Untersuchung erforderlich.
In einem Abschlussgespräch werden die Ergebnisse zunächst mit Ihnen besprochen. In diesem Gespräch können Sie auch den Lehrkräften mitteilen, dass Sie eine Förderschule für Ihr Kind wünschen. Erst hiernach wird das erstellte Gutachten an die Schulaufsicht geschickt.

Die Entscheidung, ob ihr Kind sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf hat, trifft die Schulaufsicht. Sie wird Ihnen das Ergebnis schriftlich mitteilen und auch eine Schule benennen, die Ihr Kind entsprechend seines Bedarfes am besten unterstützen kann.
Zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens sind Sie herzlich eingeladen sich ein eigenes Bild von den Förderschulen des Märkischen Kreises zu machen. Gerne können Sie sich in einem persönlichen Gespräch beraten lassen und dabei auch die Schulgebäude kennen lernen. Bitte vereinbaren Sie hierzu vorab einen Termin im Schulsekretariat.

Um weitere Informationen zu erhalten, können Sie natürlich auch gerne die jährlich stattfindenden Informationstage nutzen.

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Sonderschule, Förderschule
 

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Herr Michael Wärtsch
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Zuletzt aktualisiert am: 11.05.2020