Durchstarten in Ausbildung und Arbeit

„Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“

Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“

Ohne Schulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung ist eine nachhaltige Integration in den deutschen Arbeitsmarkt schwierig. Gerade bei jungen, erwachsenen Flüchtlingen kann eine Nachqualifizierung in Deutschland ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Das Land NRW hat daher die Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ verabschiedet, um die Integrationschancen von volljährigen Flüchtlingen im Alter zwischen 18-27 Jahren zu verbessern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Flüchtlinge, die sich mit Duldung oder Gestattung in den Kommunen aufhalten. Diese erhalten durch die Initiative Zugang zu beruflichen und sprachlichen Bildungsangeboten.

Der MÄRKISCHE KREIS setzt die die Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ für alle Kommunen des Kreises um. Er koordiniert die Entwicklung von konkreten Angeboten und Projekten in Kooperation mit den regionalen Akteuren, wie z.B. Bildungsträgern, Jugendmigrationsdiensten, Ehrenamtsvertretern und den Kommunen.

Die Landesinitiative besteht aus den folgenden sechs Bausteinen:


Baustein 2.1       Coaching

Eine niederschwellige, intensive und individuelle Betreuung der Teilnehmer*innen durch Coaches zur Verbesserung der beruflichen Teilhabe (z.B. Hilfe bei Behördengängen, soziale Aktivierung, Förderung von Schlüsselkompetenzen).

Das Kreisgebiet wurde in drei Versorgungsbezirke unterteilt, die jeweils von einem Coach in Vollzeit betreut werden. Der Betreuungsschlüssel soll jeweils eine Verteilung von 1:20 nicht überschreiten.


Baustein 2.2       berufsbegleitende Qualifizierung und/oder Sprachförderung

Es können individuelle Kurse und Lösungen für einzelne Unternehmen entwickelt werden. Über dieses Angebot kann beispielsweise eine Förderung der Deutschkenntnisse, insbesondere in Bezug auf die Fachsprache erfolgen oder berufliche Qualifikationen erworben werden. Die Teilnahme muss dem Erhalt eines bereits vorhandenen Arbeits- oder Ausbildungsplatzes dienen.


Baustein 2.3       nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses

Es werden Kurse für den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses (Klasse 9/10a) mit integrierter Sprachförderung sowie flankierender Stärkung der Kompetenz „Lernen lernen“ angeboten.

Im Märkischen Kreis finden Kurse für den Hauptschulabschluss nach den Klassen 9 und 10 beim Nestor Bildungsinstitut in Lüdenscheid statt. Über das AWO Bildungszentrum in Iserlohn werden Kurse für den Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 eingerichtet.

Zusätzlich kann eine Teilnahme für 50 junge Geflüchtete in regulären Kursen finanziert werden.


Baustein 2.4       Jugendintegrationskurse und Talentewerkstatt

Es können bis zu 25 Plätzen in Jugendintegrationskursen finanziert werden. Die Plätze werden in bereits bestehenden Kursen eingekauft.

An den Standorten Iserlohn und Lüdenscheid werden in Zusammenarbeit mit dem Nestor Bildungsinstitut und dem Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Kurse zur Potentialanalyse, Berufsfelderkundung und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt angeboten.


Baustein 2.5       Innovationsfonds für innovative Maßnahmen und Projekte


Baustein 2.6       Teilhabemanager/innen


Die Aufgabe der beim MÄRKISCHEN KREIS verorteten Teilhabemanager ist es, die Bedarfe der Zielgruppe quantitativ und qualitativ zu erfassen und daraus konkrete Handlungskonzepte zu entwickeln. Dabei ist die Sicherstellung der Erreichbarkeit der Angebote gerade in einem Flächenkreis wie dem Märkischen Kreis ein wichtiges Thema.

Weitergehende Informationen auf der Seite des MAGS:

Kontakt

Herr Herget
02351 / 966-6520
02351 966886520
m.herget@maerkischer-kreis.de

Nachricht an Herr Herget

FD 56 - Bildung und Integration
Kreishaus Lüdenscheid
Heedfelder Str. 45
58509 Lüdenscheid
Raum: 299d
Zuletzt aktualisiert am: 26.06.2020