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KAoA STAR/Berufliche Orientierung im Gemeinsamen Lernen

Schulische Beratung

STAR steht für »Schule trifft Arbeitswelt« und begleitet bei der Integration in das Arbeitsleben durch eine systematische Berufsorientierung. KAoA-STAR unterstützt Schülerinnen und Schüler mit einer (Schwer-)Behinderung und /oder Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Bereichen geistige Entwicklung, Hören und Kommunikation, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen und Sprache, unabhängig vom Ort ihrer Beschulung.

Im Gemeinsamen Lernen entscheiden die Eltern der Kinder mit (Schwer-)Behinderung gemeinsam mit den Lehrkräften der Schule, ob ihre Kinder an KAoA-Standardelementen oder an KAoA-STAR-Standardelementen teilnehmen.

Der Berufsorientierungsprozess durch KAoA-STAR umfasst verbindliche und optionale Elemente sowie flankierende Hilfen. Diese werden abhängig vom individuellen Bedarf der Schülerinnen oder Schüler eingesetzt.

Verbindliche Standardelemente

In der Berufswegekonferenz treffen die am Berufsorientierungsprozess Beteiligten (Lehrkräfte, Integrationsfachdienst (IFD), Schülerin/Schüler, Eltern oder Erziehungsberechtigte, ggf. Schulsozialarbeiter, Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit) Vereinbarungen über den weiteren Prozess der Berufsorientierung. Auch die Beobachtungen aus den Standardelementen fließen in die Berufswegekonferenz mit ein.

Potenzialanalyse

In einer 2-tägigen Potenzialanalyse werden die für die berufliche Eingliederung relevanten und förderbaren Fähigkeiten und Potenziale ermittelt.

Berufsfelder erkunden

Nach der Potenzialanalyse wird den Jugendlichen Gelegenheit gegeben, sich sowohl in inner-schulischen als auch in außerschulischen Werkstätten sowie in Betrieben in bis zu drei verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren und zu orientieren sowie Qualifizierungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Betriebspraktikum – im Block- oder in Langzeit

Als weiterer Baustein nach der Berufsfelderkundung können Schülerinnen und Schüler Betriebspraktika im Block oder in Langzeit machen. Diese finden in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes statt, um den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig realistische Vorstellungen von betrieblichen Tätigkeiten zu vermitteln.

Elternarbeit

Zum Gelingen der Berufsorientierung trägt in besonderem Maße die kontinuierliche Beteiligung der Eltern an der Entscheidung zur Berufswahl der Schülerinnen und Schüler bei. Die Einbeziehung der Eltern in den Berufswahlprozess soll daher spätestens ab dem vorletzten Schulbesuchsjahr durch Elterngespräche gewährleistet werden.

Optionale Standardelemente

Nach Absprache mit allen beteiligten Akteuren (z.B. im Rahmen einer Berufswegekonferenz) können je nach Bedarf weitere Standardelemente, wie z.B. Berufsorientierungsseminar, Kommunikationstraining, Training arbeitsrelevanter sozialer Kompetenzen durchgeführt werden. Flankierenden Hilfen sind z. B. Gebärden- und Schriftsprachdolmetscher, Jobcoaching, Mobi-litätstraining und technische Hilfsmittel.

Die KAoA-STAR-Standardelemente werden entweder durch den IFD selbst oder durch von den Integrationsämtern des LVR und des LWL beauftragte Dritte (externe Träger bzw. eine Dozentin / einen Dozenten) durchgeführt.

KAoA Kompakt

Für Schülerinnen und Schüler, die in der Jahrgangsstufe 10 erstmalig eine allgemeinbildende Schule in NRW oder eine Internationale Förderklasse besuchen, ist das Nachholen aller KAoA Standardelemente aufgrund der Kürze des noch verbleibenden Schulbesuchs nicht umsetzbar. Gerade diese Jugendlichen benötigen jedoch dringend eine berufliche Orientierung, da kurzfristig ein Wechsel in eine andere Schulform oder der Übergang in eine Ausbildung bevorstehen können. Vor diesem Hintergrund wird „KAoA-kompakt“ als eine Zusammenführung zentraler Bausteine des umfassenden Berufs- und Studienorientierungssystems von KAoA für die Zielgruppe der Jugendlichen ohne Erstberufsorientierung in geeigneter Weise umgesetzt. Die Standardelemente Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung und Praxiskurse werden zusammenhängend bei einem Bildungsträger durchgeführt, so dass mit den Jugendlichen geeignete Anschlussperspektiven erarbeitet werden können.

Kontakt

Frau Hofer
02351 / 966-6519
02351 966886519
m.hofer@maerkischer-kreis.de

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Zuletzt aktualisiert am: 23.01.2020