Potenzialanalyse

Was ist die Potenzialanalyse?

Potentialanalyse

Die Potenzialanalyse ist der erste Baustein, mit dem der Prozess der Beruflichen Orientierung in der Jahrgangsstufe 8 beginnt.

Sie bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich anhand verschiedener Aufgaben auszuprobieren und ihre Stärken, Neigungen und Interessen kennen zu lernen.

Für Schülerinnen und Schüler im „Gemeinsamen Lernen“ mit dem Förderschwerpunkt Lernen und/oder Emotionale Soziale Entwicklung wird eine 2-tägige Potenzialanalyse angeboten.

Wann findet die Potenzialanalyse statt?

Die Potenzialanalyse findet im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 der allgemeinbildenden Schulen statt und dauert ca. 6 Stunden. Jede Schule vereinbart individuell mit dem entsprechenden Bildungsträger Termine für einen Elterninformationsabend, die Durchführung der Potenzialanalyse und die Auswertungsgespräche.

Wo findet die Potenzialanalyse statt?

Die Potenzialanalyse wird außerhalb der Schule durchgeführt. Dadurch erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, außerhalb ihres gewohnten Lernortes aktiv zu werden und ihre Potenziale zu erkunden.

Jede Schule stimmt mit dem Bildungsträger den Ort der Durchführung ab.

Wer führt die Potenzialanalyse durch?

Im Märkischen Kreis wird die Potenzialanalyse von der Bietergemeinschaft t-droste umgesetzt. Diese setzt sich aus den zertifizierten Bildungsträgern t-droste, NESTOR, Bildungszentrum des Handels und Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft zusammen. Jeder Bildungsträger setzt sowohl für die Beobachtung während der Potenzialanalyse als auch zum Auswertungsgespräch entsprechend geschultes Personal ein. Auf diese Weise haben die Schülerinnen und Schüler zum einen die Möglichkeit, von einer „neutralen“ Person beobachtet zu werden, die sie und ihre Fähigkeiten noch nicht kennt. Zum anderen bringt das geschulte Personal das für die Potenzialanalyse benötigte Know-how mit, um die Umsetzung der Aufgaben zu bewerten und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auszuwerten.

Was wird beobachtet?

Bei der Potenzialanalyse wird durch die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Selbsteinschätzung vorgenommen, in der sie ihre Potenziale und Stärken bestimmen. Anschließend werden Aufgaben in Form von Einzel- oder Gruppenarbeiten gestellt. Bei den handlungsorientierten Aufgaben wird durch die Mitarbeiter des Bildungsträgers insbesondere beobachtet, welche der folgenden Beobachtungskategorien besonders ausgeprägt sind:

  • persönliches Potenzial: z.B. Motivation, Kreativität, Sorgfalt, Leistungsbereitschaft, Geduld,
  • praktisches Potenzial: z. B. Handgeschicklichkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Sprachkompetenz
  • methodisches Potenzial: z.B. strukturiertes Vorgehen, Problemlösen, Aufgabenverständnis und Informationsverarbeitung
  • soziales Potenzial: z.B. Teamfähigkeit und Kooperation, Kommunikationsfähigkeit, Achtsamkeit

Wie wird die Potenzialanalyse ausgewertet?

Nach Auswertung der Potenzialanalyse werden die Ergebnisse an einem weiteren Tag mit den Schülerinnen und Schülern besprochen. Das Auswertungsgespräch findet in der Schule statt, wünschenswert ist dabei die Teilnahme der Erziehungsberechtigten. Die Ergebnisdokumentation erfolgt in Papierform. Zum einen erfolgt hierbei ein Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzung. Des Weiteren werden die drei am stärksten ausgeprägten Beobachtungskategorien festgehalten. Aufgrund der festgestellten Stärken können den Schülerinnen und Schülern zwei von insgesamt vier vorhandenen Berufsbereichen (handwerklich-technisch, kaufmännisch-verwaltend, künstlerisch-kreativ und sozial-pflegerisch) empfohlen werden, die besonders ihren Stärken/Neigungen entsprechen. Diese Bereiche wiederum können analog der Systematik der Bundesagentur für Arbeit den Berufsfeldern zugeordnet werden.

Kontakt

Frau Hofer
02351 / 966-6519
02351 966886519
m.hofer@maerkischer-kreis.de

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Zuletzt aktualisiert am: 22.01.2020