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Internationale Förderklasse (IFK)

Kontakt per E-Mail zu Frau Gebehenne-Werth

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Informationen:

RubrikIFK
BezeichnungInternationale Förderklasse (IFK)
Vorbildungohne
Teil- oder VollzeitVollzeitform
AnsprechpartnerFrau Gebehenne-Werth
Bildungsgang Nr.IFK

Details:

Für wen ist diese Schulform vorgesehen?

In die Internationale Förderklasse (Abkürzung: IFK) gehen Jugendliche, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland sind. Die Jugendlichen sind 16 bis 18 Jahre alt und besuchen erstmals eine deutschsprachige Schule, verfügen also nicht über die erforderlichen Sprachkenntnisse, um erfolgreich am Unterricht einer Regelklasse teilzunehmen. Es erfolgt keine freie Anmeldung, sondern eine Zuweisung durch das „Kommunale Integrationszentrum“ des Märkischen Kreises. Am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg gibt es derzeit drei Internationale Förderklassen. Zwei Klassen werden in Plettenberg geführt und eine Klasse in Lüdenscheid.

Was erwartet Sie?

Die Internationalen Förderklassen werden in Vollzeitform über ein Schuljahr geführt. Die Schülerinnen und Schüler werden verstärkt im Fach Deutsch/Kommunikation (12 Unterrichtsstunden pro Woche), aber auch in den Fächern Mathematik, Englisch, Politik/Gesellschaftslehre, Sport, Naturwissenschaften und zusätzlich in den spezifischen Fachbereichen der Schule, an unserem Berufskolleg im Fach Nahrungszubereitung, Ernährungslehre und Gesundheit, unterrichtet. Darüber hinaus werden die Jugendlichen von unserer Schulsozialpädagogin betreut, die in Zusammenarbeit mit den besonders geschulten Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern und außerschulischen Trägern (z.B. AWO, Jugendämter) ein dichtes Netzwerk zur Betreuung bilden. Zusätzlich werden in Absprache mit den regionalen Betrieben Praktikumsplätze angeboten, die von den Schülerinnen und Schülern im zweiten Halbjahr der Klasse genutzt werden.

Rücksicht auf die unterschiedlichen schulischen Vorerfahrungen:

Die Klassen werden von Jugendlichen aus vielen verschiedenen Herkunftsländern mit den unterschiedlichsten Muttersprachen besucht. Auch Vorerfahrungen in der deutschen Sprache und die schulische Ausbildung in den Heimatländern sind sehr unterschiedlich. Im Unterricht wird daher versucht, durch starke Binnendifferenzierung und die Verwendung von kooperativen Lernformen, dieser Heterogenität Rechnung zu tragen.

Ziele und Berechtigungen:

Nach einer Ermittlung der individuellen Lernausgangslage in den Fächern Deutsch/Kommunikation und Mathematik stehen zunächst folgende Ziele im Focus:

• der Erwerb und die Verbesserung von Deutschkenntnissen auch im fachlichen Bereich

• Verbesserung der Allgemeinbildung

• Erwerb von beruflichen Grundkenntnissen

• berufliche Orientierung mit Potentialanalyse (durch beauftragte Bildungsträger)

• Förderung der interkulturellen Kompetenz

Bei erfolgreichem Beenden der Internationalen Förderklasse erwirbt die Schülerin/der Schüler einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss. Schülerinnen und Schüler, die besonders gut abschneiden, können die Feststellung der Berechtigung zum Besuch eines weiterführenden Bildungsganges im Berufskolleg beantragen. Dazu müssen sie eine zusätzliche Feststellung des Leistungsstandes in schriftlicher und mündlicher Form in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Mathematik, Englisch und einem bereichsspezifischen Fach (z.B. Ernährungslehre) erbringen.

Anschlussperspektiven:

Schülerinnen und Schüler, die aus ihren Heimatländern Zeugnisse mit Schulabschlüssen mitbringen, müssen diese Zeugnisse übersetzen lassen und können diese Zeugnisse je nach Abschluss beim Regierungspräsidenten in Köln oder in Düsseldorf anerkennen lassen. Mit dem Nachweis des erreichten Sprachniveaus in der IFK können dann weitere Bildungsgänge in Deutschland besucht werden und alle entsprechenden Abschlüsse nachgeholt werden. So ist im Idealfall auch eine Allgemeine Hochschulreife zu erreichen.

Organisation:

Im kommenden Schuljahr soll am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg für die Internationalen Förderklassen das Klassenlehrerinnen/Klassenlehrerprinzip eingerichtet werden. Dabei wird die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer in der Regel das Fach Deutsch/Kommunikation mit 12 Stunden unterrichten. Dadurch wird eine bessere Kontinuität und höhere Betreuungsdichte erreicht. Wenn möglich soll außerdem ein fester Klassenraum für die Klassen zur Verfügung gestellt werden. In der Nähe sollen kleinere Klassenräume erreichbar sein, um im Einzelfall einer besonderen Differenzierung Rechnung tragen zu können.

Auskunft:

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Stefanie Gebehenne-Werth nach telefonischer Vereinbarung gerne zur Verfügung.