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13.12.2018 LÜD Crash-Kurs NRW am GBBK

„Crash Kurs NRW“ am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

Allein in Nordrhein-Westfalen ereignen sich jedes Jahr immer noch etwa 550.000 Unfälle mit rund 12.000 Schwerverletzten und über 500 Toten. Dabei ist insbesondere die Gruppe der unter 25 Jährigen überproportional betroffen. Grund genug für das Innenministerium des Landes entsprechend mit Präventionskampagnen die jungen Erwachsenen zu erreichen.

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Aula am GBBK

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Fortsetzung des Artikels über den Crash Kurs NRW:

Am 13. Dezember 2018 machte der „Crash Kurs NRW“ am heimischen Gertrud-Bäumer-Berufskolleg Station. Vertreter von Polizei und Feuerwehr sowie ein Notarzt, eine Notfallseelsorgerin und eine Schülerin, die zurzeit selber am GBBK ihre Ausbildung zur Heilerziehungshelferin macht, als Unfallopfer, fanden sich in der Aula des GBBK ein. Sie wollten den Schülerinnen und Schülern aus Sicht Betroffener anschaulich und authentisch die Gefahren von riskantem Verhalten im Straßenverkehr deutlich machen.

Der Vertreter der Polizei Andreas Filthaut, der als Moderator fungierte,  erklärte hierzu: „Uns geht es nicht um Dramatisierung oder um den erhobenen Zeigefinger, sondern um die einfache und wirkungsvolle Botschaft, dass das Einhalten der Regeln im Straßenverkehr Leben schützt! Wir wollen also das Bewusstsein schärfen und an die Verantwortung appellieren, damit sich das Verhalten ändert!“

Diese einfache wie auch klare Botschaft zeigte sich dann bei allen Vertreterinnen und Vertretern der Präventionskampagne – besonders unter die Haut ging den etwa 180 teilnehmenden Schülern allerdings die Darstellung ihrer Mitschülerin Merit Bürmann, deren Erfahrungsbericht zeigte, wie schnell ein „normaler“ Samstagsausflug mit ihrem Freund in eine Katastrophe führen kann. Auf dem Weg von Lüdenscheid zur Listertalsperre verunglückten beide schwer und nur knapp entkam die Schülerin dem Schicksal, den Rest ihres Lebens im Rollstuhl zu verbringen. Diese emotional aufrüttelnde Erzählung hinterließ bei den Schülerinnen und Schülern sichtlich Spuren – manche mussten mit den Tränen kämpfen. Auch Polizei und Feuerwehr machten – zum Teil auch durch Fotos – schonungslos, offen und direkt deutlich, wohin die „Killer“ zu schnelles Fahren, der missbräuchliche Gebrauch von Drogen und Alkohol oder das Nichtanlegen des Gurtes führen können.

Die Darstellungen verfehlten ihre Wirkung auf die Anwesenden nicht, denn viele waren sehr mitgerissen und betroffen am Ende der Darstellungen: „Es war eine sehr gute, aufrüttelnde aber auch bedrückende Veranstaltung, die unbedingt auch für andere Schüler wiederholt werden sollte!“ betonte eine Schülerin.

Die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Sperlich machte in diesem Zusammenhang deutlich: „Alle Schüler hatten im Anschluss in den Klassen die Gelegenheit, die aufgenommenen Eindrücke zu besprechen und auszutauschen. Uns war klar, dass manche Darstellungen und Berichte emotional sehr mitreißend sind, so dass wir im Nachgang niemanden ohne Möglichkeit zur gemeinsamen Verarbeitung zurücklassen wollten!“ Sperlich zeigte sich aber auch sehr zufrieden und beeindruckt von der Präventionskampagne des Innenministeriums: „Ich bin überzeugt, dass das Bewusstsein der Schüler nun ein anderes ist und damit auch eine Verhaltensänderung bei vielen stattfinden wird!“ Die stellvertretende Schulleiterin äußerte abschließend, dass man auch in Zukunft am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg mit Aufklärungsveranstaltungen einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten möchte.