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2018.11.30 LÜD Autorenlesung

Einen echten Bestseller-Autor durfte man im November am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg begrüßen. Rund 180 Schüler durften am GBBK-Standort Lüdenscheid eine Exklusivlesung von Bernhard Hennen erleben, der zu den bekanntesten und erfolgreichsten Fantasy-Schriftstellern Deutschlands zählt. Im September hatte es die gleiche Veranstaltung am Standort Plettenberg gegeben – dank des guten Kontaktes von der Organisatorin der Veranstaltung Heike Schrapper, konnte Hennen auch für eine zweit Lesung in Lüdenscheid gewonnen werden. Seit 2004 stürmt der Autor mit seinen „Elfen“-Romanen die Bestsellerlisten, was ihm auch den Spitznamen „Herr der Elfen“ einbrachte. Insgesamt kommt Hennen mittlerweile auf ungefähr vierzig Romane, die inzwischen in zehn Sprachen übersetzt wurden. Die Veröffentlichung seines neuesten Romans, des zweiten Teils der Reihe „Die Chroniken von Azuhr“, fiel sogar genau auf den Tag der Lesung, wie der Autor berichtete. In der Aula wurde Bernhard Hennen zunächst von der stellvertretenden Schulleiterin Stephanie Sperlich begrüßt, die sich sehr erfreut zeigte, dass sie einen so prominenten Autor für eine Schullesung zunächst in Plettenberg und nun in Lüdenscheid hatte gewinnen können. Die stellv. Schulleiterin drückte den Wunsch aus, dass diese Lesung der Start einer regelmäßigen Reihe von Autorenlesungen sein möge, die dazu beitragen solle, Jugendliche wieder mehr für das Lesen zu begeistern. Bernhard Hennen las zunächst einen Auszug aus „Der Verfluchte“, dem ersten Band der „Chroniken von Azuhr“, in dem es um eine Problematik geht, die vielen der Schülerinnen und Schüler wohl bekannt vorkommen mochte: Ein heranwachsender Sohn leidet darunter, dass der mächtige Vater sich allzu sehr in sein Leben einmischt und schmiedet einen Racheplan, der jedoch nicht so klappt wie beabsichtigt. Im Anschluss ermutigte der Autor das Publikum, Fragen zu stellen, und diese Gelegenheit wurde von den Schülerinnen und Schülern ausgiebig genutzt. So erzählte Hennen auf Nachfrage zum Beispiel, wie es zu seiner erster Romanveröffentlichung vor mittlerweile 26 Jahren kam: Der damals sehr berühmte Autor Wolfgang Hohlbein legte bei seinem Verlag ein gutes Wort für den Neuling ein, der ihm von seiner Romanidee erzählt hatte. „Ein echter Glücksfall“, wie Hennen betonte. Auch die Fragen, wie lange man an einem Roman denn ungefähr schreibt, ob es so etwas wie Schreibblockaden wirklich gibt oder ob er seine Bücher gern verfilmt sehen möchte, beantwortete der sympathische Autor sehr offen und ausführlich: „Ich benötige für einen Roman etwa 6 - 12 Monate und würde mich natürlich freuen, wenn mal ein Roman von mir verfilmt würde!“ Zudem gab er zu, dass es leider wirklich Schreibblockaden gebe: „Da kann man dann nicht viel gegen machen!“ Zahlreiche weitere Fragen führten dazu, dass aus dem geplanten zweiten Leseblock des Autors nichts mehr wurde, die Jugendlichen dafür aber Einblicke in das Autorenleben bekamen, wie sie sich wohl sonst nur selten bieten. Nach neunzig Minuten herrschte große Einigkeit in der Aula: „Dies war wirklich eine ungewöhnliche Doppelstunde und eine echte Bereicherung des Schulalltags!“ war der einhellige Tenor aus der Schülerschaft. Organisatorin und Deutsch-Fachlehrerin Heike Schrapper, selbst privat Autorin, brachte am Ende der Veranstaltung ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass vielleicht der eine oder die andere Schüler auch Lust bekommen habe, mal wieder ein Buch zu lesen.