Kontakt | Impressum | Lageplan Lüdenscheid | Lageplan Plettenberg

Exkursion der Umweltgruppe zum Tagebau Garzweiler II

Es ist erst einige Wochen her, da ist die 50:50 – Umweltgruppe des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs für ihr Engagement im Bereich Klimaschutz ausgezeichnet worden. Nun besuchte die Umweltgruppe des GBBK im Rahmen der mit der Auszeichnung verbundenen Zertifizierung für den Ressourcenschutz am vergangenen Freitag das Braunkohleabbaugebiet Garzweiler II, um sich einen Eindruck der derzeitigen Stromgewinnung in der Bundesrepublik zu verschaffen.
Fachlehrerin Sieglinde Drees betonte vor Ort die derzeitige Relevanz der Kohlekraftwerke zur Stromgewinnung: „Seit dem Beschluss zum Atomausstieg ist die Nutzung von Kohlekraft zunächst in ihrer Bedeutung gestiegen!“ Zusammen mit Physiklehrer Peter Zeppenfeld bereitete sie im Vorfeld alle an der Exkursion Beteiligten in einem Seminar auf die Besichtigung vor.

Der besichtigte Tagebau Garzweiler liegt westlich von Grevenbroich und erstreckt sich in Richtung Erkelenz auf 48 Quadratkilometern. Dort lagern 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle, die bis 2045 abgebaut werden sollen. Die Kohle liegt zwischen rund 40 und maximal 210 Metern tief unter der Erdoberfläche. Sie dient ausschließlich zur Stromerzeugung in den nahe gelegenen Kraftwerken, welche die rund 40 Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs zusammen mit den Fachlehrern Sieglinde Drees, Benjamin Reininghaus, Kirsten Wessels und Peter Zeppenfeld neben rekultivierten Landschaftsflächen ebenfalls besichtigten.
Abschließend war es möglich, Einblicke in das weltweit modernste Braunkohlekraftwerk der RWE Power zu erhalten, welches mit einem Wirkungsgrad von 43% aufwarten kann.

Jacqueline Wagner, Schülersprecherin am GBBK, zeigte sich nach Ende der Besichtigung besonders von dem betriebenen Aufwand der Stromgewinnung beeindruckt, was angesichts der enormen Kohleberge, die verfeuert werden, besonders anschaulich wurde. Das Kraftwerk verbraucht für die Erzeugung von 1100 MW (brutto) ca. 800-1200 Tonnen Braunkohle pro Stunde. „Schön, dass diese Exkursion so nachhaltig bei unseren Schülerinnen und Schülern wirkt“, freute sich auch Fachlehrer Benjamin Reininghaus, denn Ressourcenschutz beginne bei jedem Verbraucher und seinem jeweiligen Nutzungsverhalten. „Dies zeigt, dass die 50:50 - Umweltgruppe mit ihrem Anliegen auf dem richtigen Weg ist, das Thema Klimaschutz stärker ins Bewusstsein der Schule zu rücken!“ ergänzte Fachkollegin Kirsten Wessels, die damit noch einmal den Erfolg dieser Exkursion unterstrich.

Die jüngst erhaltene Zertifizierung im Bereich Klimaschutz, auf die man am GBBK zu Recht stolz sei, sei hier Ansporn und Verpflichtung zugleich.