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GBBK Schüler auf politischer Bildungsfahrt in Berlin

Ein hochkarätiges Besuchsprogramm konnten die beiden Oberstufen der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales des GBBK  wahrnehmen. Die Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser führte die Schüler auf eine sehr informative Fahrt nach Berlin. Ausgangspunkt der Fahrt, die im Rahmen des Unterrichtsfaches Politik / Geschichte mit den Klassenlehrern Sieglinde Drees, Sandra Grothmann und Benjamin Reininghaus stattfand, war die Funktionsweise des politischen Systems und die historische Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland.
Dass ausgerechnet zum Termin des Besuches der Beginn der Haushaltsdebatte für den Bundeshaushalt 2015 eingeläutet würde, stand bei der langfristigen Planung der Abschlussfahrt noch nicht fest. So war es für die Schüler ein interessantes Erlebnis, das sie live auf der Besuchertribüne des Plenarsaales im Reichstagsgebäude verfolgen konnten.

Im Anschluss an die Debatte des Bundestages stand dann ein Gespräch mit Christel Voßbeck-Kayser. Eindrucksvoll und verständlich wurde hierbei dargestellt, wie vielfältig und zeitintensiv die Aufgaben im Bundestag und im Wahlkreis häufig sind: „Es ist eine schöne und aufregende Tätigkeit, mit vielen Facetten, aber auch mit viel Verantwortung!“ erläuterte die heimische MdB auch mit Hinweis auf mitunter schwierige Entscheidungen, wie den Waffenlieferungen in das Krisengebiet Syrien wegen der dort agierenden Terrormiliz IS. Mit einer vielfältigen Diskussion zu aktuellen Problemen, aber auch zu persönlichen Einschätzungen wurde das gut einstündige Gespräch weitergeführt. „Ich war sehr positiv überrascht, dass Politiker eigentlich gar nicht weit entfernt von uns sind!“, äußerte eine Schülerin. Der Besuch des Reichstages endete schließlich mit einer Besichtigung der gläsernen Kuppel, die einen schönen Überblick über Regierungsviertel und Bundeshauptstadt ermöglichte.

Der zweite Teil des Programms beinhaltete dann weitere Höhepunkte. Neben  dem Besuch des Konzentrationslagers in Sachsenhausen sowie des Besuches des Holokaust Mahnmals, die einen intensiven Einblick in die dunkle Zeit des Terrors durch den Nationalsozialismus für Schüler und Lehrer bot, standen mit der Besichtigung der Mauer Gedenkstätte an der Bernauer Straße und des Besuches des Gefängnisses der Staatssicherheit der DDR in Hohenschönhausen, wo ein ehemaliger Häftling über seine persönlichen Erlebnisse berichtete, die menschenverachtende Zeit der DDR-Vergangenheit im Mittelpunkt.

Der Besuch des Bundestages zeigte somit eindrucksvoll, wie positiv sich die Geschichte der deutschen Demokratie nach dem II. Weltkrieg bzw. nach dem Fall der Mauer entwickelt hat.
Fachlehrerin Sieglinde Drees war denn auch sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Fahrt: „Schülerinnen und Schüler sind heute vielfach sehr unzufrieden mit den politischen Verantwortlichen im Land. Uns war es wichtig, dass Politiker – egal von welcher Partei – engagierte Menschen sind, die sich für die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort einsetzen und dass die Entwicklung Deutschlands nach 1945 durchaus viel Grund zur Dankbarkeit gibt!“