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11.11.2016 PB „Lebensmittelretter werden – jetzt!"

von links nach rechts: Sieglinde Drees, Lehrerin Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, 2.-5. von links vorne, SchülerInnen der Umwelt-AG, 2. von links hinten, Peter Zeppenfeld, Lehrer Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, 3. von links hinten, Horst-Peter-Hohage, Fachdienstleiter Märkischer Kreis, 4. von links hinten Ursula Wortmann-Mielke, Schulleiterin Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, Bernhard Oberle, Viola Link, Michael Lücker UmweltberaterInnen der Verbraucherzentrale NRW

Ein Teil der Ausstellung befasst sich mit klimarelevanten Aspekten unserer täglichen Ernährung. Hier geht es um den CO2-Ausstoß, der durch verschiedene Lebensmittel erzeugt wird und was klimafreundliches Einkaufen bedeutet. Das betrifft z.B. unseren Fleischkonsum. Durch eine Verringerung unseres Fleischverzehrs ist bereits eine deutliche Senkung des CO2-Ausstoßes erreichbar. Beispielhaft ist dies durch den Vergleich einer fleischlosen und einer fleischhaltigen Mahlzeit in der Ausstellung aufgezeigt. Zwei unterschiedlich große Ballons zeigen eindrücklich die unterschiedlichen CO2-Mengen, die die fleischlose und die fleischhaltige Mahlzeit produzieren.

Ein weiterer Aspekt ist die Wahl der Lebensmittelprodukte. Diese gelten als besonders klimafreundlich, wenn sie regional erzeugt wurden und zusätzlich saisonal sind. Ergänzend ist es auch klimafreundlich, Lebensmittel, die nach Biostandard erzeugt wurden, zu bevorzugen und möglichst wenig mit dem eigenen Fahrzeug einkaufen zu fahren. Am Beispiel der unterschiedlichen Herkunftsländer von Erdbeeren wird in der Ausstellung gezeigt, dass heimische Erdbeeren am wenigsten Treibstoff für den Transport benötigen, während solche aus Südamerika erheblich mehr verbrauchen. Nähere Informationen vermittelt der Flyer „Klimaschutz schmeckt“ und der „Saisonkalender – Heimisches Obst und Gemüse“ die in der Ausstellung ausliegen und von allen Interessierten gerne mitgenommen werden können.

Der andere Teil der Ausstellung geht auf die Problematik rund um das Thema Lebensmittelverschwendung ein. Unter dem Motto „Lebensmittel - zu wertvoll für den Müll“ bekommen VerbraucherInnen in der Ausstellung und im ausliegenden Flyer Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie mit einfachen Mitteln oder kleinen Verhaltensänderungen Lebensmittelabfälle vermeiden können. Dabei kann man sogar noch Geld sparen! Herr Horst Peter Hohage, Fachdienstleiter Umweltschutz und Planung Märkischer Kreis, betonte: „Es ist wichtig, Themen die sich mit Ressourcen- und Klimaschutz befassen in die Schulen zu bringen. Ein besonderes Anliegen ist es dem Märkischen Kreis, das gerade im Berufskolleg, z.B. die dort ausgebildeten ErzieherInnen, als Multiplikator dienen, um die Themen dieser Ausstellung in ihren Beruf und Alltag mitzunehmen und dort weiter zu verbreiten.“

Ein besonders wichtiger Aspekt ist hierbei die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums, kurz MHD. Wie der Name sagt, ist dies kein Wegwerfdatum, sondern eine Herstellergarantie! Sie beinhaltet, ein bis zu diesem Zeitpunkt einwandfreies Lebensmittel mit den zugesicherten Eigenschaften zu kaufen. Es besagt nicht, dass es unmittelbar danach schlecht ist. Beim sogenannten Verbrauchsdatum ist aber genau dies gemeint, ein Verzehr danach kann problematisch sein, z.B. Hackfleisch.

Eine weitere wichtige Strategie, Lebensmittelabfälle zu vermeiden, ist es, nur so viel zu kaufen wie geplant benötigt wird, z.B. mit Einkaufszettel. Dies hat auch zur Folge, dass der Kühlschrankinhalt übersichtlich bleibt und bereits gekaufte Lebensmittel nicht in der hintersten Kühlschrankecke vergessen werden. Daneben wird noch thematisiert, dass die Qualität von Lebensmitteln nicht immer äußerlich erkennbar ist, sondern die „inneren Werte“ zählen. Auch Brot vom Vortag gehört zu den Lebensmitteln, die leider oft im Müll landen, aber qualitativ noch einwandfrei sind.

Der Ausstellungsstart im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg am 11.11.2016 eröffnet eine kreisweite Reise dieser Ausstellung durch alle Kommunen. Es werden sowohl SchülerInnen als auch VerbraucherInnen über das Thema informiert.

Frau Ursula Wortmann-Mielke Schulleiterin des Gertrud-Bäumer Berufskolleg des Märkischen Kreises betonte bei der Eröffnung: „Es ist uns sehr wichtig mit der Verbraucherzentrale NRW als außerschulischem Partner zusammen zu arbeiten, um die Themen rund um Klimaschutz und Abfall zu fördern. Dies gelingt nur mit Lehrkräften wie wir sie am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg haben. Stellvertretend sind hier heute Frau Sieglinde Drees und Herr Peter Zeppenfeld, die die Umwelt-AG engagiert betreuen.“

Interessierte Schulen können für die Ausstellung bei der Umweltberatung der Verbraucherzentrale gerne Termine machen. Neben der reinen Ausstellung wird es auch jeweils ein Begleitprogramm geben. In weiterführenden Schulen kann parallel die Bildungseinheit „Werkstatt Lebensmittelverschwendung“ durchgeführt werden. Termine können unter luedenscheid.umwelt@verbraucherzentrale.nrw oder iserlohn.umwelt@verbraucherzentrale.nrw oder unter 02351-37950-05 oder 02371-21941-07 nachgefragt werden.