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September 2016: Die 50:50-Gruppe besucht das RWE

GBBK-Umweltgruppe 50:50 besucht Pilotprojekt der RWE

Die Umwelt-AG des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs hat sich schon seit vielen Jahren den Themen Energieeinsparung und erneuerbaren Energien verschrieben. Neben Projekten vor Ort, wie der Neuanschaffung von Thermostaten für die Heizungsanlage oder der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulgebäudes auf der Bredde, stehen auch immer wieder Exkursionen an, um sich über verschiedene Projekte in der Region oder in NRW zu informieren.

So startete die Umwelt-AG des GBBK im Rahmen einer Ganztagesexkursion in das neue Schuljahr. Ziel war die Pilotanlage „Power to gas“ der RWE am Standort Ibbenbüren.

Sieglinde Drees, Fachlehrerin für Politik / Gesellschaftslehre, machte das Ziel der Exkursion zu Beginn direkt deutlich: „Die zunehmende Abschaltung von Großkraftwerken einerseits und der Ausbau der regenerativen Energien anderseits führt zu erheblichen Spannungsschwankungen im Stromnetz. Deshalb bedarf es intelligenter Lösungen, um auch in Zukunft eine sichere Stromversorgung zu haben!“

Deshalb war das Ziel der Exkursion eine Pilotanlage in Ibbenbüren, die überschüssige Energie aus dem Netz nehmen kann, wenn zum Beispiel durch starke Sonneneinstrahlung oder durch besonders viel Wind die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hoch und über Bedarf liegt.

„Für eine zuverlässige Stromversorgung aus überwiegend erneuerbaren Energien müssen deshalb – neben intelligenten Netzstrukturen – auch langfristige Speichermöglichkeiten geschaffen werden“ erläuterte Betriebsleiter Ulrich Bohn. Genau deshalb teste RWE die Power to Gas-Technologie in einem Demonstrationsprojekt in Ibbenbüren. Denn Power to Gas biete eine vielversprechende Möglichkeit, grüne Energie langfristig zu speichern und noch effizienter zu nutzen. „Mit dem Demonstrationsprojekt Power to Gas in Ibbenbüren und der Beforschung seines innovativen Elektrolyseurs zur Erzeugung von Wasserstoff leisten wir einen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende-Ziele unseres Landes“ machte der RWE-Betriebsleiter Bohn deutlich. „Das Erzeugen von Wasserstoff durch überschüssigen Strom aus dem Netz ermöglicht dann die CO2-freie Stromerzeugung durch Verbrennung des Wasserstoffes, wenn beispielsweise an einem grauen windstillen Tag im November kaum Strom durch Sonne oder Wind erzeugt werden kann!“ stellte er die Zukunft der Energieerzeugung und Stabilität des Netzes dar.

Die hochmoderne Anlage ist darüber hinaus Teil einer erstmalig verwendeten Systemlösung, die die örtliche Strom-, Erdgas- und Fernwärmeversorgung effizient miteinander verbindet. Dazu bietet die Energielandschaft im Tecklenburger Land gute Voraussetzungen.

Nach einer theoretischen Einführung erfolgte die Besichtigung der Anlage. Tief beeindruckt von der hochmodernen und hocheffizienten Technik waren Schüler und Lehrer, die nun die eigene Stromerzeugung mit der Anlage auf dem Dach des GBBK in einem Gesamtzusammenhang sehen konnten.

Dementsprechend resümierte Fachlehrerin Drees: „Uns ist es am GBBK wichtig, dass wir nicht nur Teilaspekte in unserer Umwelt-AG und im Unterricht betrachten, sondern alles in einem nachhaltigen Gesamtzusammenhang bringen können!“