Kontakt | Impressum | Lageplan Lüdenscheid | Lageplan Plettenberg

Partnerschaftsbesuch im Jubiläumsjahr

Über 25 Jahre währt die Schulpartnerschaft zwischen dem heimischen Gertrud-Bäumer-Berufskolleg und der Medizinischen Oberschule in Myslenice inzwischen und vieles ist nicht nur „normal“ geworden, sondern im besten Sinne des Wortes „freundschaftlich“. Davon konnten sich rund 20 Schüler aus Lüdenscheid und Plettenberg überzeugen, die mit den Schulpartnerschaftskoordinatoren Ellen Hirsch und Jaroslaw Klimczuk eine Woche in der polnischen Kleinstadt in Oberschlesien verbringen konnten.

Dass es aber auch nach so langer Zeit des guten freundschaftlichen Kontaktes auch aufregende Neuerungen geben kann, zeigte sich bei dieser Jubiläumsfahrt. Denn zum ersten Mal seit Bestehen der Schulpartnerschaft übernachteten nicht alle Schüler im schulischen Internat, sondern etwa die Hälfte wohnte während des Aufenthaltes in polnischen Gastfamilien. „Uns war es wichtig, dass wir den Kontakt zwischen polnischen und deutschen  Schülern noch intensivieren!“ macht Ellen Hirsch deutlich. „Und es ist schön, dass wir durchweg positive Rückmeldungen von allen Seiten bekommen haben!“

Und eine weitere Neuerung gibt es in diesem Jahr: „Die Schülerinnen und Schüler haben von uns einen Projektauftrag bekommen: Nämlich die Erstellung einer Dokumentation über 25 Jahre polnisch-deutsche Partnerschaft zwischen unseren Schulen!“ erläutert Jaroslaw Klimczuk. „Bilder und Materialien hierzu werden zur Zeit von den Teilnehmern aufbereitet.“ Man darf also zurecht gespannt sein, wie sich das Vierteljahrhundert Partnerschaft aus Sicht der Schüler darstellen wird. Einige Rückmeldungen von den teilnehmenden Plettenberger und Lüdenscheider Jugendlichen zur aktuellen Fahrt können aber schon jetzt gegeben werden: „Wir haben eine Evaluation gemacht und wir sind wirklich sehr froh, wie positiv die Schülerinnen und Schüler ihre Aufenthalte sowohl in den Gastfamilien als auch im Internat bewerten!“ Von „Top-Gastfamilie“, „sehr nett und fürsorglich“, „es war alles sehr schön“, „bei Problemen immer nach Lösungen gesucht“ bis zu „Verpflegung sehr gut“ reichten die Einschätzungen der Schüler. Diese durchweg guten Urteile seien im Jubiläumsjahr besonders schön und zeigten, dass die Schulpartnerschaft auf wirklich gutem Wege sei, betonten die beiden Schulpartnerschaftskoordinatoren.

Lob fand auch die programmliche Vielfalt vor Ort. Neben der Teilnahme am Unterricht der Partnerschule, stand ein u.a. Besuch in der nahen polnischen Metropole Krakau auf dem Programm. Tiefe und nachhaltige Einblicke in die dunklen Kapitel der deutschen Vergangenheit, brachte der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. In dem Konzentrationslager wurden rund 1 Millionen Menschen ermordet – insbesondere Juden. Dass das Gedenken der Opfer gerade auch in heutiger Zeit Verantwortung verlangt, wurde den Schülern nur allzu deutlich.

„Umso erfreulicher ist es, dass das deutsch-polnische Verhältnis zwischen unseren Schulen so freundschaftlich bestellt ist!“ zeigt sich Klimczuk glücklich. Dies sei nun wahrlich nicht selbstverständlich, aber eine wunderbare Sache, die nun eine weitere Schülergeneration weitertragen könne. Dankbar sind Hirsch und Klimczuk auch über die Unterstützung der heimischen Sparkasse und des Deutsch-polnischen Jugendwerkes, die durch ihre finanziellen Beiträge die Fahrt maßgeblich gefördert haben.

Der Ausblick auf das Jubliäumsjahr 2016 unterstreicht diese Einschätzung, denn weitere Besuche stehen an: „Etwa Mitte September wird der Gegenbesuch der polnischen Schüler  stattfinden und etwa Ende September reist eine Lehrerdelegation zu den Feierlichkeiten zum 25. jährigen Partnerschaftsjubiläum erneut nach Myslenice.“ stellt Ellen Hirsch die weiteren Planungen in diesem Jahr vor. Die polnisch-deutschen Partnerschaft darf sich also auf weitere Höhepunkte in diesem Jahr freuen!