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Notunterkunft für Flüchtlinge in der Lüdenscheider Turnhalle eingerichtet

Der Schwingboden der Turnhalle wird abgedeckt.

Am Donnerstag, den 17.09.2015, schlug die Nachricht vormittags wie eine Bombe in die Schule ein:

mit sofortiger Wirkung ist die Turnhalle am Raithelplatz zu sperren!

Was war passiert? Der Märkische Kreis hatte von der Bezirksregierung Arnsberg mitgeteilt bekommen, dass er am nächsten Tag, Freitag, den 18.09.2015, um 16:00 Uhr 400 Flüchtlinge zugewiesen bekommen würde. Neben der Halveraner Unterkunft "An der Susannenhöhe" war hier die Turnhalle am Raithelplatz als Notunterkunft vorgesehen. Das hiess, sofortige Sperrung der Turnhalle für die Sportunterrichte, ausräumen, neuen Boden verlegen, Betten besorgen und aufbauen und unzählige Kleinigkeiten und größere Probleme mehr mussten bedacht und organisiert werden.

Dass es dann am Freitag um 16:00 Uhr tatsächlich möglich war, dass die ersten Flüchtlinge ein warmes und soweit wie möglich behagliches Dach über dem Kopf bekamen, daran haben am Donnerstag noch nicht viele geglaubt! Aber es hat funktioniert.

Dank dem unermüdlichen Einsatz vieler Hände und Unterstützern, an die man Donnerstag mittag noch gar nicht denken konnte, hat dieser einmalige Sondereinsatz funktioniert. Was hier in der kurzen Zeit alleine an Material bewegt wurde: Unfassbar!

Und alle Beteiligten dürfen jetzt zu Recht stolz sein auf das, was sie hier scheinbar Unmögliches geleistet haben. Mittlerweile sind die geschaffenen Plätze alle belegt, von Männern, Frauen und Kindern, denen man teilweise deutlich ansieht, was jetzt hinter ihnen liegt. Verständlich und auch schön zu sehen, dass viele Lüdenscheider und ganz besonders auch viele unserer Schülerinnen und Schüler jetzt auch aktiv werden wollen und helfen wollen!

Die Kreisdirektorin, Frau Dienstel-Kümper, weist jedoch zu Recht darauf hin, dass die Hilfe koordiniert ablaufen muss. "Über das eingerichtete Bürgertelefon erhalten alle Interessenten Auskunft." Wer also helfen will, sei es mit Sachspenden oder tatkräftiger Hilfe, wende sich bitte an das Bürgertelefon 02351/966 8350 oder per Mail an notunterkunft@maerkischer-kreis.de.

Hierzu ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: Weder die Lehrerinnen und Lehrer der Schule noch das Sekretariat können bei Hilfsangeboten Auskünfte erteilen oder Sachspenden annehmen. Wir bitten Sie, sich ausschließlich an das o.g. Bürgertelefon oder die Mailadresse zu wenden. Danke!