Die Landwirtschaft
Die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen regionalen Produkten aus eigener Erzeugung und immer mehr die Erhaltung der typisch sauerländischen Kulturlandschaft: Das sind die Aufgaben der Landwirtschaft. Von den 1.001 landwirtschaftlichen Betrieben mit einer Größe ab einem Hektar Anbaufläche werden 424 im Haupterwerb bewirtschaftet, 577 sind Nebenerwerbsbetriebe. Das stellt die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, die mit einer Kreisstelle in Lüdenscheid vertreten ist, bei ihrem jüngsten Strukturgutachten fest.
In den Städten und Gemeinden Hemer, Menden, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Schalksmühle und Halver ist der Haupterwerb dominierend. In Werdohl, Altena, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Plettenberg stützt sich die Landbewirtschaftung überwiegend auf den Nebenerwerb. Während im nördlichen Märkischen Kreis aufgrund der höheren Qualität der Böden und der geringeren Niederschlagsmengen der Ackerbau, die Grünlandwirtschaft und vereinzelt die Schweinemast vorherrschen, ist es in den witterungsbedingt schwierigeren Höhenlagen im südlichen Märkischen Kreis vorzugsweise die Grünlandwirtschaft und Milchviehhaltung, mit der die Landwirte ihr Einkommen erzielen.
Mit 18.668 Hektar bewirtschaften die Haupterwerbsbetriebe das Gros der Flächen, 74 Prozent. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 44 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Bei den Nebenerwerbsbetrieben sind es lediglich elf Hektar. Die Stadt Neuenrade weist mit 35 Hektar landwirtschaftlicher Fläche den höchsten Durchschnittswert auf, in Plettenberg sind es nur 17 Hektar. Es besteht schon seit Jahren die Tendenz zu größeren Betrieben. Insbesondere Bauernhöfe mit mehr als 50 Hektar Fläche pachten weitere Flächen hinzu - insgesamt 15.196 Hektar.
36 Prozent der bewirtschafteten Fläche im Kreis wird als Ackerfläche genutzt. Der höchste Ackeranteil mit 73 Prozent ist in der Stadt Menden zu finden, gefolgt von Hemer, Iserlohn, Neuenrade und Balve. Hier wirtschaften die Bauern auf weitgehend fruchtbaren Böden. Verbunden ist der Ackerbau im Norden mit einer ansonsten im Kreisgebiet nicht mehr anzutreffenden Schweinehaltung. Im Städteband des nördlichen Kreisgebietes ist der Rapsanbau ein Schwerpunkt. Er macht sechs Prozent der Fläche aus ? ein für Mittelgebirgslagen erstaunlich hoher Wert.
Auf den Äckern dominiert der Getreideanbau mit 60 Prozent, gefolgt vom Maisanbau (14 Prozent) und dem Ackerfutterbau. Der Mais wird fast ausschließlich in der Milchviehhaltung und der Mast eingesetzt. Die Getreide- und Maisanbauflächen haben in den vergangenen Jahren sogar leicht zugenommen. Zum "Milchgürtel" des Kreises zählen Nachrodt-Wiblingwerde, Schalksmühle, Halver, Kierspe, Werdohl und Meinerzhagen. Die hier vorherrschende Grünlandwirtschaft hängt mit der Rindviehhaltung zusammen. In Iserlohn, Balve, Halver und Plettenberg bildet die Mutterkuhhaltung einen Schwerpunkt.
In den Städten und Gemeinden Hemer, Menden, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Schalksmühle und Halver ist der Haupterwerb dominierend. In Werdohl, Altena, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Plettenberg stützt sich die Landbewirtschaftung überwiegend auf den Nebenerwerb. Während im nördlichen Märkischen Kreis aufgrund der höheren Qualität der Böden und der geringeren Niederschlagsmengen der Ackerbau, die Grünlandwirtschaft und vereinzelt die Schweinemast vorherrschen, ist es in den witterungsbedingt schwierigeren Höhenlagen im südlichen Märkischen Kreis vorzugsweise die Grünlandwirtschaft und Milchviehhaltung, mit der die Landwirte ihr Einkommen erzielen.
Mit 18.668 Hektar bewirtschaften die Haupterwerbsbetriebe das Gros der Flächen, 74 Prozent. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 44 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Bei den Nebenerwerbsbetrieben sind es lediglich elf Hektar. Die Stadt Neuenrade weist mit 35 Hektar landwirtschaftlicher Fläche den höchsten Durchschnittswert auf, in Plettenberg sind es nur 17 Hektar. Es besteht schon seit Jahren die Tendenz zu größeren Betrieben. Insbesondere Bauernhöfe mit mehr als 50 Hektar Fläche pachten weitere Flächen hinzu - insgesamt 15.196 Hektar.
36 Prozent der bewirtschafteten Fläche im Kreis wird als Ackerfläche genutzt. Der höchste Ackeranteil mit 73 Prozent ist in der Stadt Menden zu finden, gefolgt von Hemer, Iserlohn, Neuenrade und Balve. Hier wirtschaften die Bauern auf weitgehend fruchtbaren Böden. Verbunden ist der Ackerbau im Norden mit einer ansonsten im Kreisgebiet nicht mehr anzutreffenden Schweinehaltung. Im Städteband des nördlichen Kreisgebietes ist der Rapsanbau ein Schwerpunkt. Er macht sechs Prozent der Fläche aus ? ein für Mittelgebirgslagen erstaunlich hoher Wert.
Auf den Äckern dominiert der Getreideanbau mit 60 Prozent, gefolgt vom Maisanbau (14 Prozent) und dem Ackerfutterbau. Der Mais wird fast ausschließlich in der Milchviehhaltung und der Mast eingesetzt. Die Getreide- und Maisanbauflächen haben in den vergangenen Jahren sogar leicht zugenommen. Zum "Milchgürtel" des Kreises zählen Nachrodt-Wiblingwerde, Schalksmühle, Halver, Kierspe, Werdohl und Meinerzhagen. Die hier vorherrschende Grünlandwirtschaft hängt mit der Rindviehhaltung zusammen. In Iserlohn, Balve, Halver und Plettenberg bildet die Mutterkuhhaltung einen Schwerpunkt.
Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh beträgt im Märkischen
Kreis 6.310 Kilogramm pro Jahr. Das ist mehr als die Durchschnittsleistung
im Regierungsbezirk Arnsberg (6.190 Kilogramm). Diese Daten belegen den
hohen Stand der Rinderzucht. Im Kreisgebiet werden von den Landwirten 3.032
Mastbullen gehalten, die 246 Geflügelhalter besitzen insgesamt 90.574
Tiere - davon sind 59.446 Legehennen, 4.819 Gänse und 1.805 Enten. Die
Produkte der Geflügelhaltung werden zumeist direkt vermarktet. In den
Boxen von 348 Pferdehaltern stehen 2.739 Pferde. Keine große Rolle
spielt die Schafzucht in der heimischen Region. Die 97 Schafzüchter
haben 4.260 Schafe in ihren Ställen.
Ein aktuelles Problem für die märkischen Landwirte ist es, einen Hofnachfolger zu finden. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation in der Landwirtschaft entscheiden sich viele für eine andere berufliche Ausbildung. Die Nachfolge in Betrieben, deren Betriebsleiter 45 Jahre oder älter ist, ist nicht gesichert. Selbst in Regionen mit relativ hohem Haupterwerbsbetriebsanteil ist die Hofnachfolge fraglich. In einer nicht repräsentativen Umfrage der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer aus dem Jahr 2002 sahen lediglich 20 Prozent der Betriebsleiter ihre Hofnachfolge als gesichert an. 25 Prozent gaben an, die Nachfolge sei nicht geklärt, 54 Prozent betrachteten die Situation als unbestimmt. Zudem haben nur etwa 43 Prozent der Hofnachfolger, die den Betrieb sicher übernehmen sollen, eine landwirtschaftliche Ausbildung. Besonders kritisch ist die Situation in den Städten Lüdenscheid (79 Prozent ohne Hofnachfolge), Altena (71 Prozent), Herscheid (73 Prozent) und Meinerzhagen (74 Prozent).
Ein aktuelles Problem für die märkischen Landwirte ist es, einen Hofnachfolger zu finden. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation in der Landwirtschaft entscheiden sich viele für eine andere berufliche Ausbildung. Die Nachfolge in Betrieben, deren Betriebsleiter 45 Jahre oder älter ist, ist nicht gesichert. Selbst in Regionen mit relativ hohem Haupterwerbsbetriebsanteil ist die Hofnachfolge fraglich. In einer nicht repräsentativen Umfrage der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer aus dem Jahr 2002 sahen lediglich 20 Prozent der Betriebsleiter ihre Hofnachfolge als gesichert an. 25 Prozent gaben an, die Nachfolge sei nicht geklärt, 54 Prozent betrachteten die Situation als unbestimmt. Zudem haben nur etwa 43 Prozent der Hofnachfolger, die den Betrieb sicher übernehmen sollen, eine landwirtschaftliche Ausbildung. Besonders kritisch ist die Situation in den Städten Lüdenscheid (79 Prozent ohne Hofnachfolge), Altena (71 Prozent), Herscheid (73 Prozent) und Meinerzhagen (74 Prozent).
Selbstvermarktung
Aufgrund der schwieriger werdenden wirtschaftlichen Situation haben die
Landwirte im Kreis früh nach alternativen Einnahmequellen gesucht.
Eine davon ist die Selbstvermarktung eigener Produkte. Bei der hohen
Bevölkerungsdichte im Märkischen Kreis (433 Einwohner je
Quadratkilometer) sowie der Randlage zum Ruhrgebiet sind Markt- und
Absatzverhältnisse als gut zu bezeichnen. Schlachthöfe und
Zuchtviehmärkte liegen in direkter Nachbarschaft zum Kreisgebiet.
Bedingt durch die Nähe zu den Wohnorten der Verbraucher hat die
Selbstvermarktung für die heimischen Bauern einen hohen Stellenwert.
43 landwirtschaftliche Betriebe, verteilt über den gesamten
Märkischen Kreis, bieten ihre Produkte auf dem eigenen Hof, zum Teil
in schmucken Läden, zum Kauf an.
Der Märkische Landmarkt
Der Märkische Landmarkt ist ein Zusammenschluss von Landwirten, die
ihre Höfe nach ökologischen Richtlinien bewirtschaften und sich
zum Ziel gesetzt haben, die eigenständige regionale Entwicklung der
Landwirtschaft im Märkischen Sauerland zu fördern,
bäuerliche Familienbetriebe zu stärken und so einen wertvollen
Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft zu leisten. Der Märkische
Landmarkt betreibt die kleine, aber feine Hofkäserei auf dem Bioland
Hof Spelsberg in Hinterveserde.
Dort wird frische biologische Milch aus den Mitgliedsbetrieben zu Käse und Molkereiprodukten verarbeitet. In der Käserei werden ausschließlich natürliche Käsereikulturen verwendet. Alle weiteren Zutaten entsprechen den Richtlinien des ökologischen Anbaus. Nach überlieferten Rezepten und unter Beachtung strenger hygienischer Vorgaben entstehen in dieser Käserei traditionelle und regionale Spezialitäten. Das „Märkische Käselaibchen“ ist ein ungepresster Schnittkäse nach Tilsiter Art aus Milch mit naturbelassenem Fettgehalt. Sein leicht pikanter Geschmack findet immer mehr Liebhaber.
Zu den Zielen der im Märkischen Landmarkt zusammen geschlossenen Betriebe gehören die Erhaltung und Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit, geschlossene Nährstoffkreisläufe, artgerechte Haltung und Fütterung von Nutztieren, Erzeugung gesunder Lebensmittel, Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft, aktiver Natur- und Artenschutz, Schonung der Energie- und Rohstoffvorräte, Sicherung regionaler Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Handwerk. Jährliche Kontrollen auf den Höfen und in den Verarbeitungsbetrieben durch unabhängige Experten garantieren die Einhaltung der Richtlinien des ökologischen Anbaus. Angeboten werden unter anderem frische Molkereiprodukte und ausgewählter Käse, Fleisch- und Wurstwaren von heimischen Rindern und Schweinen, naturtrüber Apfelsaft von örtlichen Streuobstwiesen sowie Gemüse und Kartoffeln aus regionalem Anbau, kräftiges Vollkornbrot und leckeres Gebäck aus verschiedenen Getreidesorten.
Dort wird frische biologische Milch aus den Mitgliedsbetrieben zu Käse und Molkereiprodukten verarbeitet. In der Käserei werden ausschließlich natürliche Käsereikulturen verwendet. Alle weiteren Zutaten entsprechen den Richtlinien des ökologischen Anbaus. Nach überlieferten Rezepten und unter Beachtung strenger hygienischer Vorgaben entstehen in dieser Käserei traditionelle und regionale Spezialitäten. Das „Märkische Käselaibchen“ ist ein ungepresster Schnittkäse nach Tilsiter Art aus Milch mit naturbelassenem Fettgehalt. Sein leicht pikanter Geschmack findet immer mehr Liebhaber.
Zu den Zielen der im Märkischen Landmarkt zusammen geschlossenen Betriebe gehören die Erhaltung und Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit, geschlossene Nährstoffkreisläufe, artgerechte Haltung und Fütterung von Nutztieren, Erzeugung gesunder Lebensmittel, Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft, aktiver Natur- und Artenschutz, Schonung der Energie- und Rohstoffvorräte, Sicherung regionaler Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Handwerk. Jährliche Kontrollen auf den Höfen und in den Verarbeitungsbetrieben durch unabhängige Experten garantieren die Einhaltung der Richtlinien des ökologischen Anbaus. Angeboten werden unter anderem frische Molkereiprodukte und ausgewählter Käse, Fleisch- und Wurstwaren von heimischen Rindern und Schweinen, naturtrüber Apfelsaft von örtlichen Streuobstwiesen sowie Gemüse und Kartoffeln aus regionalem Anbau, kräftiges Vollkornbrot und leckeres Gebäck aus verschiedenen Getreidesorten.


