Wärmepumpen
THEMA
Wärmepumpen zur Energiegewinnung - z.B. zur Beheizung von Wohnräumen - sind seit vielen Jahrzehnten bekannt, wobei ältere Wärmegewinnungsanlagen mittels einer direkten Wasserentnahme aus dem Grundwasser oder einem Oberflächengewässer und anschließenden Wiedereinleitung in das Grundwasser oder Oberflächengewässer betrieben wurden bzw. werden.
Bei neueren Anlagen wird kein Wasser mehr entnommen und wieder eingeleitet. Es handelt sich um Anlagen, bei denen ein Wärmeentzug durch einen in ein Oberflächengewässer eingebrachten Wärmeadsorber, oder durch im Grundwasser/-leiter/Boden verlegte Erdwärmekollektor (horizontal) stattfindet.
Derzeit werden im Märkischen Kreis fast ausschließlich Anlagen gebaut, bei denen ein Wärmeentzug durch im Grundwasser/-leiter/Boden eingebrachte Erdwärmesonden (vertikal) erfolgt.
Im Grundwasser sowie den tiefen Erdschichten sinken die Temperaturen auch im Winter nicht unter 8-12° C. Die moderne Wärmepumpentechnik ist in der Lage, einer Wärmequelle mit relativ niedriger Temperatur Wärme zu entziehen, und unter Zufuhr von mechanischer Energie auf einem hohen Temperaturniveau wieder abzugeben. So können aus einer kWh Antriebsenergie (Strom) vier bis fünf kWh Wärme entstehen. Aufgrund des kostenlosen Energielieferanten (Grundwasser, Boden) kann günstig geheizt werden, es entstehen keine Abgase (CO²-Emission), es wird kein Kamin benötigt, neben Strom wird kein zweiter Energieträger benötigt und eine Lagerhaltung von z.B. Öl entfällt.
Im wesentlichen eignet sich der Wärmeentzug mittels Erdwärmesonde für Neubauten mit Fußbodenheizung, aber auch für Altbauten anlässlich einer Grundsanierungen. Die Erdwäremsonden-Heizungsanlage besteht aus drei, über Wärmetauscher von einander getrennten Kreisläufen. Der Primärkreislauf ist für den Wärmetransport von der Wärmepumpe zur Raumluft erforderlich. Der Sekundärkreislauf ist der eigentliche Wärmepumpenkreislauf, in dem die Wärme von der kalten Seite zur warmen gebracht wird. Der Tertiärkreislauf ist der für die Wärmeaufnahme aus dem Erdreich zuständige.
Zur Installation der Erdwärmesonden dieses Kreislaufes werden Bohrungen (ca. 15 cm Durchmesser; meist nicht tiefer als 100 m) niedergebracht, in welche Kunststoffrohre eingebaut werden, die anschließend ein Kältemittel zur Wärmeaufnahme durchfließt.
RECHTLICHES
Der Wärmeentzug aus dem Boden (Grundwasser/-leiter) oder einem Oberflächengewässer stellt immer eine erlaubnispflichtige Gewässerbenutzung (§ 8 WHG) dar.
SERVICE
Auf eine weitergehende Ausführungen wird an dieser Stelle verzichtet, es wird vielmehr die persönliche Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter der Sachbearbeitergruppe "Kommunale Wasserwirtschaft" im Fachdienst "Technischer Umweltschutz" der Unteren Wasserbehörde empfohlen.
AKTUELLES
Über aktuelle Förderprogramme der unterschiedlichen Behörden und Institutionen informieren die Anbieter der Wärmepumpenanlagen bzw. das Internet (s.a. Download).


